Der Herstellersupport für die HPE 3PAR StoreServ 8000 Serie ist am 31. August 2026 ausgelaufen. Dieses Datum markiert das EOSL. Wer diese Arrays weiterbetreibt, arbeitet seither ohne Firmware-Patches, ohne Fixes für Sicherheitslücken und ohne Zertifizierung neuer Host-Betriebssysteme. Ersatzteile kommen nur noch über den Sekundärmarkt oder über einen Wartungsvertrag bei einem Drittanbieter.

HPE arbeitet bei Storage-Systemen mit zwei Stufen im Produktlebenszyklus. Mit dem End of Life (EOL) verschwindet ein Modell aus dem Vertrieb; bestellbar bleibt es nur noch aus Restbeständen. Rund fünf Jahre später folgt das End of Service Life (EOSL), ab dem HPE Pointnext keinerlei Leistungen mehr erbringt. Für die 8000er-Serie kündigte HPE das Verkaufsende im Februar 2021 an, zum 31. August 2021 lief der Vertrieb aus, fünf Jahre später endete der Support. Das Datum wurde auch in der HPE Community bestätigt.

Die folgende Übersicht listet alle Basis- und Upgrade-SKUs der vier Modelle 8200, 8400, 8440 und 8450. Wir warten diese Systeme bis zum 31. August 2036, also zehn Jahre über das offizielle EOSL hinaus. Für die Upgrade Node Pairs, die als Erweiterungsbausteine geführt werden, gilt unsere allgemeine Regel von sieben bis zehn Jahren nach EOL. Die Daten stammen aus unserer HPE End of Life Liste und der Übersicht zur 3PAR-Wartung.

Gesamtübersicht: alle Modelle der 3PAR StoreServ 8000 Serie

Tabelle: EOL und EOSL für alle Modelle der 3PAR StoreServ 8000 Serie

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Technische Eigenschaften der HPE 3PAR StoreServ 8000 Serie

Die 8000er-Serie kam im August 2015 als Nachfolger der StoreServ 7000 auf den Markt. Alle vier Modelle teilen dieselbe Grundarchitektur, unterscheiden sich aber in CPU-Bestückung, Cache-Größe und maximalem Ausbau. Die Controller arbeiten im Mesh-Active-Verbund: Jeder Knoten greift gleichzeitig auf denselben logischen Speicherpool zu, ein Knotenausfall geht zu Lasten der Kapazität, wobei die Verfügbarkeit bestehen bleibt. Die Einzelheiten stehen in den QuickSpecs zur 3PAR StoreServ 8000.

Den Unterschied zu vergleichbaren Arrays dieser Zeit machte der Gen5 Thin Express ASIC. Der Baustein übernimmt Inline-Deduplizierung und Zero-Detect in Hardware und hält die Haupt-CPUs damit frei für andere Aufgaben. Leere Blöcke wandern automatisch in den freien Pool zurück, was in VMware- und Hyper-V-Umgebungen spürbar Platz spart. Ein Controller-Knotenpaar belegt zwei Höheneinheiten und nimmt 24 SFF-SAS-Laufwerke auf. Siehe dazu auch die HPE Systemspezifikationen.

Softwareseitig lieferte HPE die Arrays mit der All-Inclusive Single-System Software aus, was die frühere Lizenzierung nach Spindeln ablöste. Enthalten waren Virtual Copy für Snapshots, Adaptive Optimization für automatisches Tiering auf Chunklet-Ebene, Dynamic Optimization für Änderungen an RAID-Level und Laufwerkstyp im laufenden Betrieb sowie Priority Optimization für IOPS- und Latenzgrenzen je Anwendung. File Persona brachte SMB und NFS direkt auf die Block-Controller.

Die letzte Betriebssystemversion für diese Hardware ist 3PAR OS 3.3.2. Sie brachte generationsübergreifende Replikation über Fibre Channel, womit sich Daten direkt auf HPE Primera spiegeln ließen, wie die Release-Information zu 3.3.2 beschreibt. Spätere Patches wie 3.3.2 MU1 Patch 08 lieferten Firmware für neuere SSD-Modelle nach.

Wer heute noch Laufwerke tauscht, sollte den OS-Stand prüfen: Ältere Versionen erkennen neuere SKUs nicht, und ein OS-Upgrade nach einem Laufwerksausfall lässt sich im schlechtesten Fall nur offline fahren.

HPE 3PAR StoreServ 8200

Die 8200 war der Einstieg in die Serie und löste die weit verbreitete StoreServ 7200 ab. Sie ist fest auf zwei Controller-Knoten ausgelegt, eine Erweiterung auf vier Knoten sieht die Architektur nicht vor. Angetrieben wird sie von zwei 6-Core-Prozessoren mit 2,2 GHz und zwei Gen5 ASICs.

Der Cache umfasst 64 GiB On-Node-DRAM, dazu kommen optional 768 GiB Flash-Cache für Adaptive Optimization. Über bis zu zwölf Host-Ports lassen sich Fibre Channel, 10Gb iSCSI, FCoE oder Ethernet anbinden. Neun zusätzliche Laufwerksgehäuse bringen das System auf maximal 240 Festplatten oder 120 SSDs, was rund 1.000 TiB Rohkapazität ergibt. Für Konsolidierungsprojekte im Mittelstand reichte das über Jahre aus.

Alle drei Basis-SKUs teilen dieselben Lifecycle-Daten. Der Unterschied liegt in der Auslieferungsform: „storage base“ bezeichnet das Standardsystem, „storage centric base“ die Variante für das HPE Storage Centric Rack, „field base“ die vor Ort integrierte Ausführung. Welche SKU in Ihrem Rack steckt, zeigt die Modellübersicht bei HPE.

Tabelle: HPE 3PAR StoreServ 8200 EOL und EOSL

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HPE 3PAR StoreServ 8400

Die 8400 war das Arbeitstier der Serie. Sie startet mit zwei Knoten und lässt sich im laufenden Betrieb auf vier erweitern, dafür gibt es das Upgrade Node Pair unter der SKU H6Z06B. Im Vollausbau arbeiten vier 6-Core-CPUs mit 2,2 GHz und vier Gen5 ASICs im System.

Der Cache verdoppelt sich gegenüber der 8200 auf 128 GiB On-Node-RAM plus bis zu 1.536 GiB Flash-Cache. Die 8400 steuert bis zu 24 Host-Ports und verwaltet 4.096 Initiatoren. Am Backend hängen bis zu 22 Laufwerksgehäuse mit maximal 576 Festplatten oder 240 SSDs, in Summe rund 2.400 TiB. Bei den Laufwerken lohnt ein Blick auf den OS-Stand: Die Unterstützung für 14-TB-NL-SAS-Platten kam erst spät und ist an eine Mindestversion gebunden, wie eine Diskussion in der HPE Community zeigt.

Das Upgrade Node Pair fällt in unserer Liste nicht unter das feste Datum vom 31. August 2036, weil es als Erweiterungskomponente und nicht als eigenständiges System geführt wird. Für solche Bausteine gilt die Regel von sieben bis zehn Jahren nach EOL, die konkrete Laufzeit klären wir im Einzelfall.

Tabelle: HPE 3PAR StoreServ 8400 EOL und EOSL

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HPE 3PAR StoreServ 8440

Die 8440 ist das stärkste Hybrid-Modell der Serie. Äußerlich entspricht sie der 8400, innen sitzen 10-Core-Prozessoren mit 2,4 GHz statt der 6-Core-CPUs.

Der größte Sprung liegt beim Cache: 384 GiB On-Node-DRAM und bis zu 8.000 GiB Flash-Cache, zusammen rund 8.384 GiB. Damit halten Metadaten und heiße Blöcke dauerhaft im schnellen Speicher, was OLTP-Datenbanken und dichten Virtualisierungsclustern zugutekommt. Über 38 Laufwerksgehäuse skaliert das System auf 960 Festplatten oder 480 SSDs und damit auf bis zu 4.000 TiB Rohkapazität.

Systeme dieser Größenordnung stehen selten allein. Wer eine 8440 im Bestand hat, betreibt meist auch Replikationspartner, Service Processors und mehrere Erweiterungsgehäuse. Bei der Vertragsgestaltung nach EOSL zählt deshalb, dass die Abdeckung über die Controller hinaus auch Gehäuse, Service Processor und Laufwerke einschließt.

Tabelle: HPE 3PAR StoreServ 8440 EOL und EOSL

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HPE 3PAR StoreServ 8450

Die 8450 ist das reine All-Flash-Array der Serie. HPE strich bei diesem Modell die Unterstützung für rotierende Festplatten vollständig, es nimmt ausschließlich SSDs auf.

CPUs und ASICs teilt sie sich mit der 8440: vier Gen5 ASICs, 10-Core-Prozessoren mit 2,4 GHz. Auf den sekundären Flash-Cache verzichtet die Architektur, weil SSDs von Haus aus niedrige Latenzen liefern. Übrig bleiben 384 GiB On-Node-RAM. Bis zu 480 SSDs mit Kapazitäten von 1,92 TB bis 15,36 TB lassen sich anbinden. Zielgruppe waren transaktionale Datenbanken und latenzkritische Cloud-Umgebungen.

Bei der 8450 fällt die Zahl der Basis-SKUs höher aus als bei den anderen Modellen, weil HPE hier neben den B-Varianten auch die ältere A-Variante H6Z24A führte. Für alle gelten dieselben Lifecycle-Daten.

Tabelle: HPE 3PAR StoreServ 8450 EOL und EOSL

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Laufwerke und Komponenten laufen früher aus als das Array

Ein Array erreicht das EOSL als Ganzes; seine Bauteile folgen eigenen Zeitplänen. HPE kündigte das Verkaufsende für einzelne Fast-Class- und Nearline-SAS-Laufwerke, darunter die SKUs M0S92B, M0S93B und K2P99B, bereits zum 31. Dezember 2020 an, nachzulesen im entsprechenden Customer Notice. Für ältere HDDs der STHB-Serie schränkte HPE die Verfügbarkeit als Originalersatzteil schon ab März 2019 ein und verwies auf Alternativteile.

Beim Garantieumfang nachgekaufter Laufwerke gilt das Kaufdatum, nicht das Array-Datum. SSDs aus Bestellungen vor Oktober 2017 hatten fünf Jahre Garantie, Käufe aus 2019 und 2020 nur noch zwei. In gewachsenen Installationen fallen einzelne Komponenten dadurch Jahre vor dem Rest des Systems aus der Herstellerabdeckung.

Ein weiterer Punkt betrifft die Service Processors. HPE schaltete das Transportprotokoll Secure Service Agent für Versionen bis 5.0.6 zum 1. Januar 2021 ab. Wer nicht auf RDA umgestellt oder den Service Processor auf 5.0.7 aktualisiert hat, bekommt keine Call-Home-Daten mehr übertragen, die lokalen Log-Partitionen laufen voll und OS-Pakete lassen sich nicht mehr herunterladen. Die Details stehen im HPE Advisory zum Service Processor.

Migrationspfade, wenn Weiterbetrieb keine Option ist

Schreiben Compliance-Vorgaben aktiven Herstellersupport vor, führt am Umstieg kein Weg vorbei. HPE verweist Kunden der 8000er-Serie auf Primera, Nimble Storage und Alletra. Um den kompletten Umbau eines Racks zu vermeiden, gibt es Data-in-Place-Upgrades und HPE Peer Motion, das virtuelle Volumes, Hosts und Consistency Groups im laufenden Betrieb auf das Zielsystem schiebt.

Die Voraussetzungen dafür sind streng. Das Zielsystem braucht eine gleiche oder neuere OS-Version, das Quellsystem darf nicht neuer sein. Die Fibre-Channel-Fabric muss NPIV beherrschen, weil Peer Motion virtuelle Ports anlegt, die die Identität des alten Arrays übernehmen. Bei gemischten Host-Landschaften aus Windows, VMware, Linux und AIX müssen die ALUA-Host-Personas auf beiden Seiten gleich konfiguriert sein, sonst bemerken die Multipathing-Treiber den Pfadwechsel. Die vollständige Liste der Einschränkungen führt HPE in der Dokumentation zu Peer Motion.

Was die Daten für die Planung bedeuten

Der 31. August 2026 liegt inzwischen bereits hinter uns. Bei jeder 3PAR 8000, die heute noch produktiv läuft, geht es damit um den Bestand: Wie kritisch ist das System, wie schnell muss es nach einem Ausfall wieder laufen, und woher kommen die Ersatzteile.

Technisch sind diese Arrays nicht am Ende. Bis zu 4.000 TiB Rohkapazität und Flash-Caches im Terabyte-Bereich können Sekundär-Workloads, Backup-Ziele und Disaster-Recovery-Standorte noch über Jahre hinweg tragen. Was fehlt, sind Ersatzteile und eine verbindliche Reaktionszeit.

Genau das decken unsere Wartungsverträge ab. Wir kaufen europäische Ersatzteilbestände auf und arbeiten damit unabhängig von der HPE-Lieferkette. Abgedeckt sind Storage Controller, Fibre-Channel-Adapter, SFP-Transceiver, I/O-Module, Netzteile und sämtliche Laufwerkstypen von FC über NL-SAS bis SSD. Cache-Batterien zählen als Verbrauchsmaterial und werden separat beschafft. Im Critical-Care-Paket liegt die Antrittszeit des Technikers bei vier Stunden, die Call-to-Repair-Option garantiert die Instandsetzung innerhalb von vier, sechs oder acht Stunden. Gegenüber einem Post-Warranty CarePack sparen Kunden dabei in der Regel um die Hälfte. Details finden Sie unter Storagewartung und HPE Wartung.

In der Praxis bewährt sich eine geteilte Strategie: Tier-1-Produktionsdaten wandern per Peer Motion auf eine aktuelle Plattform, der Rest der Installation läuft unter Drittwartung weiter und dient als günstige zweite Ebene. So entsteht Zeit für die Migration, ohne dass ein Ausfall zum Risiko wird.

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Hier ist die letzte aktualisierte Liste für End of Life Hardware für HP. Wie immer bieten wir unsere Wartung mindestens 7 Jahre über den End of Life Zeitraum hinaus an. In der Realität können wir allerdings die Wartung weit über 7 Jahre nach dem End of Live Datum anbieten. Wenn sie einen HP Wartungsvertrag für End of Life Hardware oder noch aktuelle Hardware benötigen kontaktieren sie uns einfach über unser Kontaktformular.

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