Hier finden Sie die EOL- und die EOSL-Daten für die HPE ProLiant DL360 Generation 7 bis Generation 12.

HPE veröffentlicht für die ProLiant-Reihe keine geschlossene Lebenszyklustabelle. Der Hersteller arbeitet mit zwei Stufen. Erreicht ein Modell den Status „Retired“, fällt es aus der Preisliste, in der Branche heißt dieser Punkt End of Life (EOL). Der Support läuft danach noch rund fünf Jahre weiter. Mit dem End of Service Life (EOSL) endet er endgültig: keine Firmware-Updates mehr, keine Sicherheits-Patches, keine Reparaturen über CarePacks.

Für die DL360-Reihe spannt sich dieser Bogen inzwischen über mehr als anderthalb Jahrzehnte. Unsere Übersicht führt alle Generationen ab der G7 auf. Für weitere HPE Systeme sehen Sie bitte in unserer HPE End of Life Liste nach.

Wir warten HPE-Server mindestens sieben Jahre über das Herstellende hinaus, bei der DL360-Reihe kalkulieren wir mit zehn Jahren ab EOSL.

Zur Einordnung der Daten: HPE gibt das Datum des Verkaufsendes nur selten öffentlich bekannt. Für die Generationen ab Gen10 Plus stehen bislang weder EOL- noch EOSL-Termine fest.

Gesamtübersicht: EOL und EOSL für alle HP DL360-Generationen ab G7

Tabelle: Gesamtübersicht: EOL und EOSL für alle HP DL360-Generationen ab G7

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HP ProLiant DL360 G7

Die G7 kam im Frühjahr 2010 auf den Markt. Sie arbeitet mit Intel Xeon der Serien 5500 und 5600, bietet 18 DIMM-Steckplätze für DDR3 und fasst je nach Bestückung bis zu 384 GB Arbeitsspeicher. Der integrierte Smart Array P410i sichert seinen Schreibcache über ein Flash-Modul ab statt über eine Batterie, was Datenverluste bei plötzlichem Stromausfall entschärft. Neu war damals iLO 3: Die Fernwartung läuft damit spürbar schneller als mit iLO 2 und ebnete den Weg zum Betrieb ohne Monitor am Rack. Die Konfigurationsdetails stehen in den QuickSpecs zur DL360 G7.

Ein offizielles Verkaufsende hat HPE für diese Generation nie kommuniziert, entsprechende Nachfragen in der HPE Community blieben ohne festes Datum. Aus dem Herstellersupport-Ende Ende April 2018 ergibt sich rückgerechnet der April 2013. Wer heute noch eine G7 betreibt, meist als Backup-Ziel oder in abgeschotteten Edge-Umgebungen, bekommt DDR3-Module und Smart-Array-Controller ausschließlich über Drittwartung.

Tabelle: EOL und EOSL HP ProLiant DL360 G7

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HP ProLiant DL360 Gen8 (DL360e und DL360p)

2012 teilte HP die Reihe in zwei Linien auf. Die DL360e setzte auf Xeon E5-2400 und zielte auf preisbewusste Käufer, die DL360p auf E5-2600 v1 und v2 für rechenintensive Aufgaben. Beide Varianten teilen sich dasselbe Chassis, unterscheiden sich aber in Mainboard und Ausstattung.

Technisch fällt vor allem iLO 4 mit dem sogenannten Sea of Sensors auf, einem Netz aus Temperaturfühlern, das die Lüfter feiner regelt. Die SmartDrive-Carrier zeigen den Laufwerksstatus über LED-Ringe so genau an, dass Techniker seltener die falsche Platte aus einem laufenden RAID ziehen. Der FlexibleLOM-Steckplatz gibt Käufern die Wahl zwischen 1GbE, 10GbE und Fibre Channel, ohne dafür einen regulären PCIe-Slot zu belegen. Nachzulesen ist das in den QuickSpecs zur DL360p Gen8.

Der Herstellersupport für die HP ProLiant DL360 Gen8 endete 2021, für die e-Variante Mitte August, für die p-Variante Ende Oktober. Das bestätigte HPE auch im Community-Forum. Viele dieser Server liefen oder laufen noch immer in Hosting-Umgebungen. Mit 24 DIMM-Slots und bis zu 768 GB RAM tragen sie weiterhin klassische Serverlasten, weshalb der Wechsel zur Drittwartung für die meisten Betreiber die naheliegende Entscheidung war und ist.

Tabelle: HP ProLiant DL360 Gen8 (DL360e und DL360p)

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HPE ProLiant DL360 Gen9

Die Gen9 erschien im Herbst 2014, mitten im Umbau von HP zu Hewlett Packard Enterprise (HPE). Sie brachte Xeon E5-2600 v3 und v4 mit und wechselte von DDR3 auf DDR4. Über 24 DIMM-Steckplätze lassen sich mit LRDIMMs bis zu 3 TB Arbeitsspeicher in einer einzigen Höheneinheit unterbringen, wie die QuickSpecs zur DL360 Gen9 zeigen.

Für die Praxis wichtiger war der Einstieg in NVMe. Mit dem Express Bay Enablement Kit hängen bis zu sechs Laufwerke direkt am PCIe-Bus und umgehen den SAS-Controller. iLO 4 bekam eine RESTful-API nach Redfish-Standard, womit sich große Flotten skriptgesteuert konfigurieren lassen.

Das EOSL fiel auf den 22. Juli 2025 und liegt damit bereits in der Vergangenheit. Wer seine Gen9-Systeme weiterlaufen lässt, arbeitet seither ohne Herstellersupport: Firmware-Lücken im iLO werden nicht mehr geschlossen, Ersatzteile kommen nur noch über den Sekundärmarkt oder einen Wartungsvertrag. Für Dateidienste, Domänencontroller und klassisches Web-Hosting reicht die Leistung dieser Maschinen weiterhin aus, weshalb sich ein Vertrag über Drittwartung für HPE ProLiant in vielen Fällen rechnet.

Tabelle: HPE ProLiant DL360 Gen9

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HPE ProLiant DL360 Gen10

Ab 2017 rüstete HPE die ProLiant-Reihe sicherheitstechnisch auf. Der Silicon Root of Trust legt einen kryptografischen Fingerabdruck direkt in das Silizium des iLO-5-Chips. Beim Start prüft der Server seine Firmware gegen diese Signatur und verweigert den Bootvorgang, wenn etwas abweicht. Gedacht war das gegen UEFI- und BIOS-Rootkits, die sich unterhalb des Betriebssystems einnisten und von dort kaum zu entfernen sind.

Unter der Haube arbeiten Xeon Scalable der ersten und zweiten Generation mit bis zu 28 Kernen je Sockel. Für Datenbanken interessant ist der Support für Intel Optane Persistent Memory: SAP HANA und ähnliche In-Memory-Systeme können damit große Datenmengen ausfallsicher im adressierbaren Speicher halten.

Der Verkauf endete Anfang Mai 2024, bestätigt in der HPE Community. Damit läuft der Herstellersupport bis Ende April 2029. Für die Drittwartung bringt diese Generation eine eigene Anforderung mit: Ersatz-Mainboards und Logikbausteine müssen die Signaturprüfung bestehen, sonst startet das System nach dem Tausch nicht.

Tabelle: HPE ProLiant DL360 Gen10

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HPE ProLiant DL360 Gen10 Plus

Die Gen10 Plus schloss die Lücke zur Gen11. Sie setzt auf Xeon Scalable der dritten Generation (Ice Lake-SP) mit bis zu 40 Kernen je Sockel und DDR4 bis 3200 MT/s. Der eigentliche Sprung liegt beim Bus: PCIe Gen4 verdoppelt die Bandbreite gegenüber Gen3, wovon schnelle NVMe-Laufwerke und Netzwerkkarten ab 100GbE profitieren. Intel SGX kam auf Dual-Socket-Systemen dazu und schirmt Speicherbereiche gegen Zugriffe ab, selbst wenn Betriebssystem oder Hypervisor kompromittiert sind. Alle Details stehen in den QuickSpecs zur DL360 Gen10 Plus.

Ein EOL-Datum für die ProLiant DL360 Gen10 Plus hat HPE bislang nicht genannt, Anfragen in der Community blieben ohne konkreten Termin. Bis das Verkaufsende feststeht, kalkulieren wir mit sieben bis zehn Jahren Wartung im Anschluss an das EOL.

Tabelle: HPE ProLiant DL360 Gen10 Plus

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HPE ProLiant DL360 Gen11

Bei der Gen11 wechselt fast die gesamte Plattform. Xeon Scalable der vierten und fünften Generation (Sapphire Rapids und Emerald Rapids), DDR5 mit bis zu 5600 MT/s, dazu PCIe Gen5. Mit Gen5 kommt CXL ins Spiel, ein Protokoll für cache-kohärente Verbindungen zwischen CPU, Beschleunigern und ausgelagertem Speicher. Damit lassen sich Ressourcen auf Rack-Ebene entkoppeln, statt sie fest im einzelnen Server zu verbauen.

Auffällig ist der Wechsel beim Laufwerksformat. An die Stelle von U.2 tritt zunehmend EDSFF im E3.S-Format, wovon bis zu 20 Stück in die Gehäusefront passen. Das Format entschärft die thermischen Engpässe im 1U-Chassis und hält die Signalqualität, die PCIe Gen5 verlangt. Nachzulesen ist das in den QuickSpecs zur DL360 Gen11.

Die Server gehören zum aktuellen Portfolio, ein Support-Ende steht nicht an. Sobald HPE den Verkauf einstellt, greift der bekannte Rhythmus: fünf Jahre Herstellersupport, danach sieben bis zehn Jahre Drittwartung. Für Wartungsanbieter bedeutet die neue Architektur eine umgestellte Ersatzteillogistik, weil klassische SFF-Träger und Backplanes durch E3.S-Käfige ersetzt werden.

Tabelle: HPE ProLiant DL360 Gen11

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HPE ProLiant DL360 Gen12

Die Gen12 baut auf Intel Xeon 6 und führt erstmals zwei Kernarten in dieselbe Serverfamilie ein. Efficient-Cores (Sierra Forest) bringen bis zu 144 Kerne je Sockel für dichte, cloud-native Lasten, Performance-Cores (Granite Rapids) zielen auf rechenintensive Aufgaben und KI-Inferenz. Käufer entscheiden sich beim Bestellen für eine der beiden Richtungen.

Diese Leistungsdichte auf einer Höheneinheit verlangt neue Kühlkonzepte. HPE liefert ausgewählte CPU-Varianten ab Werk mit einem geschlossenen Flüssigkeitskreislauf aus, was Luftführung und Servicearbeiten im Gehäuse verändert. Dazu kommen bis zu 8 TB Arbeitsspeicher, Tri-Mode-Käfige nach U.3 und iLO 7 mit Cloud-Anbindung. Die QuickSpecs zur DL360 Gen12 listen die Konfigurationen im Detail.

Die Serie steht am Anfang ihres Lebenszyklus, erste ENERGY-STAR-Einträge stammen aus 2025 und 2026. Ein EOL-Termin ist auf Jahre hinaus nicht absehbar. Die geschlossenen Kühlkreisläufe werden künftige Wartungsverträge technisch anspruchsvoller machen, weil Servicetechniker dafür eigene Werkzeuge und Prozeduren brauchen.

Tabelle: HPE ProLiant DL360 Gen12

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Was die Daten für die Planung bedeuten

Zwei Generationen stehen derzeit im Fokus. Die Gen9 hat ihr EOSL im Juli 2025 hinter sich und läuft ohne Herstellersupport weiter. Die Gen10 hält ihn noch bis Ende April 2029, danach greift dieselbe Situation. In beiden Fällen hängt der Austauschzeitpunkt selten an der Rechenleistung. Ausschlaggebend ist, ob Ersatzteile verfügbar bleiben und ein Techniker rechtzeitig vor Ort steht.

Für Dateiserver, Domänencontroller oder Web-Hosting trägt eine Gen9 oder Gen10 noch Jahre. Wer solche Systeme weiterbetreiben möchte, braucht einen Vertrag, der Ersatzteile und Vor-Ort-Reaktion abdeckt. Bei uns liegt die garantierte Instandsetzung bei vier Stunden, die Verträge laufen bis zu zehn Jahre über das EOSL hinaus. Preislich liegen sie unter den Post-Warranty CarePacks von HPE, in der Praxis oft bei der Hälfte. Details dazu finden Sie unter Serverwartung.

Hier ist die letzte aktualisierte Liste für End of Life Hardware für HP. Wie immer bieten wir unsere Wartung mindestens 7 Jahre über den End of Life Zeitraum hinaus an. In der Realität können wir allerdings die Wartung weit über 7 Jahre nach dem End of Live Datum anbieten. Wenn sie einen HP Wartungsvertrag für End of Life Hardware oder noch aktuelle Hardware benötigen kontaktieren sie uns einfach über unser Kontaktformular.

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