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Die ‘SaaSpocalypse’ 2026: Kollaps des SaaS-Bewertungsmodells

Von |2026-02-16T12:57:03+00:0016.2.2026|

Der Zeitraum zwischen dem 3. und 5. Februar 2026 wird möglicherweise in die Wirtschaftsgeschichte als der Moment eingehen, in dem die Kapitalmärkte endgültig das Vertrauen in das über ein Jahrzehnt dominierende Geschäftsmodell der Software-as-a-Service (SaaS) Unternehmen verloren haben. Was als moderater Abverkauf im Technologiesektor begann, weitete sich innerhalb von 48 Stunden zu einer systemischen Krise aus, die inzwischen als „SaaSpocalypse" bekannt ist. In diesem extrem kurzen Zeitfenster wurden rund 285 bis 300 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung allein im Softwaresektor vernichtet. Diese Zahl stieg in den darauffolgenden Tagen auf über eine Billion US-Dollar an, als der Dominoeffekt globale Märkte von London bis Mumbai erfasste.

Die SaaSpocalypse ist jedoch kein isoliertes Ereignis, sondern das Ergebnis einer toxischen Mischung aus technologischem Umbruch, fragilen Kreditstrukturen und einer radikalen Neuausrichtung der IT-Budgets. Während die Jahre 2010 bis 2024 als das goldene Zeitalter des SaaS-Modells galten, in dem Unternehmen wie Salesforce, Adobe und ServiceNow Margen von über 75 % und jährliche Wachstumsraten von 20 % als Standard etablierten, markierte der Februar 2026 offenbar einen Wendepunkt. Dessen Kern ist die Erkenntnis, dass künstliche Intelligenz etwas ist, das das gesamte Konzept der Software pro Arbeitsplatz (Seat-based Pricing) obsolet macht.

An den Tagen der SaaSpocalypse herrschte eine Stimmung, die an die Finanzkrise von 2008 erinnerte. Händler beschreiben panikartige „Get me out"-Orders ohne Preislimits, während institutionelle Anleger begannen, ihre über Jahre aufgebauten Assets im Softwaresektor in Rekordtempo abzubauen. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV), der wichtigste Gradmesser für die Branche, verzeichnete im Januar und Februar 2026 einen Einbruch von über 20 %, was ihn offiziell in einen Bärenmarkt stürzte.

Kennzahl Wert der SaaSpocalypse (Februar 2026)
Initialer Verlust an Marktkapitalisierung (48h) 285 - 300 Milliarden USD
Gesamter Sektorverlust > 1 Billion USD
IGV ETF Drawdown (Year-to-Date) -21,6% bis -24,6%
Volumen des gefährdeten Software-Kreditmarktes 235 Milliarden USD
Anteil der Software-Schulden mit Rating B- oder niedriger ~50%
Kennzahl Wert der SaaSpocalypse (Februar 2026)

Das Ende der „Wrapper"-Ökonomie

Der unmittelbare Auslöser für den Zusammenbruch war die Ankündigung eines Legal Plugins von Anthropic für Claude Cowork. Damit trat Anthropic direkt in den Wettbewerb mit etablierten Software-Anbietern in den Bereichen Recht, Finanzen und Vertrieb. Das Legal-Plugin schlug wie eine Bombe in der Branche ein. Während Unternehmen wie Thomson Reuters oder RELX (LexisNexis) über Jahrzehnte hinweg Milliarden damit verdient hatten, kuratierte rechtliche Informationen und Workflows über teure Abonnements bereitzustellen, bot Anthropic nun ein agentenbasiertes System an, das komplexe juristische Aufgaben wie die Prüfung von Verträgen und die Analyse von Compliance-Vorgaben autonom ausführen kann.

Claude Cowork ist nicht einfach nur ein Chatbot, sondern ein agentisches KI-System mit Zugriff auf lokale Dateisysteme und Unternehmens-Workflows. Es kann Shell-Befehle ausführen, Dateien verwalten und in Slack kommunizieren. Für den Markt war die Schlussfolgerung: Warum sollte ein Unternehmen für zehn spezialisierte Software-Lizenzen bezahlen, wenn ein einziger KI-Agent den gesamten Workflow für einen Bruchteil der Kosten bewältigen kann?. Das traf vor allem die sogenannten Wrappers – Unternehmen, die im Grunde nur eine Benutzeroberfläche über eine Datenbank oder ein einfaches KI-Modell gelegt hatten.

Der Einbruch bei den Marktführern war dramatisch. Thomson Reuters verlor an einem einzigen Tag 8,2 Milliarden US-Dollar an Wert, während LegalZoom um 20 % einbrach. RELX und Wolters Kluwer sahen ihre Aktienkurse um 10 % bis 14 % fallen. Investoren erkannten, dass die traditionellen „Moats" – die strategischen Wettbewerbsvorteile durch proprietäre Daten und Kundenbeziehungen – durch die Fähigkeit von KI-Modellen, öffentliches Wissen und interne Dokumente in Echtzeit zu verarbeiten, massiv erodiert waren.

Unternehmen Kursverlust (Anfang Februar 2026) Betroffener Geschäftsbereich
Thomson Reuters -15,83% bis -17,8% Juristische Datenbanken & Workflow-Tools
RELX (LexisNexis) -14,3% bis -14,4% Datenanalyse & Rechtsinformationen
Wolters Kluwer -10% bis -13% Compliance- & Steuer-Software
LegalZoom -19,68% bis -20% Automatisierte Rechtsdokumente

Die agentische Disruption

Claude Cowork markierte den „OpenClaw-Moment", in dem autonome Agenten das Labor verließen und in den Mainstream der Unternehmensanwendungen eintraten. Diese Agenten sind in der Lage, mehrstufige Prozesse zu planen und auszuführen, ohne dass ein Mensch jeden Schritt überwachen muss. In der Rechtsabteilung bedeutet das beispielsweise, dass ein Agent eingehende Geheimhaltungsvereinbarungen nach Risikostufen klassifizieren, Abweichungen von Unternehmensstandards markieren und direkt Korrekturvorschläge generieren kann– Aufgaben, die zuvor Stunden der Arbeit von Junior-Juristen und den Einsatz spezialisierter Software erfordert hatten.

Der Kollaps des pro-Sitz-Modells: Seat Compression

Das zentrale Problem, das durch die SaaSpocalypse offengelegt wurde, ist die Krise des „Seat-based Pricing". Seit dem Aufstieg der Cloud war das Standardgeschäftsmodell der Branche denkbar einfach: Man berechnet eine Gebühr pro Nutzer und Monat. Wenn allerdings menschliche Arbeit durch KI-Agenten ersetzt oder massiv skaliert wird, bricht dieses Modell in sich zusammen. Wenn eine Abteilung zuvor 100 Mitarbeiter hatte, die jeweils eine CRM-Lizenz benötigten, heute aber nur noch 10 Mitarbeiter mit Hilfe von 50 KI-Agenten die gleiche Arbeit erledigen, verliert der Softwareanbieter 90 % seiner Umsatzbasis.

Das Phänomen der sogenannten „Seat Compression" wurde zum Schreckgespenst der Analystenkonferenzen im Februar 2026. Unternehmen wie Salesforce und HubSpot, deren Bewertungen auf der Annahme eines stetigen Wachstums der Nutzerzahlen basierten, sahen sich plötzlich mit der Realität konfrontiert, dass KI ihre Kundenbasis schrumpfen ließ. Der Markt begann, Software-Multiplikatoren nicht mehr auf Basis des Umsatzes, sondern auf Basis des tatsächlichen Werts des gelieferten Ergebnisses neu zu bewerten.

Von der Schnittstelle zum Ergebnis

Der Wert von Software verschiebt sich weg von der Benutzeroberfläche hin zum Ergebnis (Outcome). In der Vergangenheit war die Integration von Daten in eine hübsche Oberfläche der entscheidende Mehrwert. Heute ist die Schnittstelle optional. Ein KI-Agent kann Daten direkt aus einer Excel-Tabelle oder einem Slack-Thread lesen und die Aufgabe erledigen, ohne dass ein Mensch sich jemals in ein Dashboard einloggen muss. Das führt zu einer massiven Entwertung von klassischen CRM-, Projektmanagement- und HR-Tools, die im Kern nur grafische Oberflächen für Datenbanken sind.

Das ETF-Plumbing

Die SaaSpocalypse ist bedingt durch ein technisches Marktversagen. Der massive Abverkauf wurde durch die Mechanik der Index-Konstruktion und der ETF-Rebalancing-Prozesse verstärkt. Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF (IGV), der 114 der wichtigsten Software-Namen hält, geriet in eine Abwärtsspirale, die durch algorithmische Preisermittlung und nicht durch menschliche Panik getrieben wurde.

Wenn ein ETF dieser Größe massive Abflüsse verzeichnet – im Fall des IGV waren es über 3,3 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Jahres – müssen die Teilnehmer die zugrunde liegenden Aktien verkaufen, um den Preis des ETFs mit dem Nettoinventarwert (NAV) in Einklang zu halten. Dieser erzwungene Verkaufsdruck traf alle Titel im Index, unabhängig von ihrer individuellen KI-Strategie oder finanziellen Gesundheit. Schwergewichte wie Microsoft (9,54 % Gewichtung im IGV), Oracle (7,75 %) und Palantir (8,40 %) wurden liquidiert, einfach weil sie Teil des Portfolios sind.

Index / ETF Zeitraum Performance-Einbruch
iShares Expanded Tech-Software (IGV) Jan - Feb 2026 -20,19% bis -24,6%
SPDR S&P Software & Services (XSW) Jan - Feb 2026 -17,25%
Nifty IT Index (Indien) Februar 2026 Schlechtester Monat seit 2008

Dieser mechanische Abverkauf führte dazu, dass der IGV am 5. Februar 2026 bei 79,65 US-Dollar schloss – dem Tiefpunkt seines 52-Wochen-Bereichs. Die algorithmische Natur des Crashs wurde auch durch die Tatsache verstärkt, dass Hedgefonds in diesem Zeitraum schätzungsweise 24 Milliarden US-Dollar durch Leerverkäufe gegen Software-Unternehmen verdienten.

Die Schuldenkrise im Softwaresektor: Morgan Stanleys Warnung

Ein oft übersehener Faktor der SaaSpocalypse ist die prekäre Verschuldungssituation vieler SaaS-Unternehmen. In einem Umfeld steigender Zinsen und stagnierender Cashflows schrillten bei Morgan Stanley die Alarmglocken. Die Analysten Keith Weiss und Sanjit Singh veröffentlichten Anfang Februar einen Bericht, der den 235 Milliarden US-Dollar schweren Markt für Software-Kredite untersuchte.

Die Ergebnisse waren erschreckend: Fast 50 % der ausstehenden Software-Schulden waren mit einem Rating von B- oder niedriger eingestuft. Rund 46 % dieser Schulden müssen bis 2030 refinanziert werden. Die Kombination aus hohen Zinsen von etwa 3,65 % und der Bedrohung der Geschäftsmodelle durch KI führte zu der Befürchtung, dass eine Welle von Zahlungsausfällen oder die Entstehung von „Zombie-Unternehmen" bevorsteht – Firmen, die gerade genug verdienen, um ihre Zinsen zu zahlen, aber kein Kapital für Innovationen haben.

Bewertungskompression und Refinanzierungsrisiken

Der Markt reagierte mit einer drastischen Kompression der Kurs-Umsatz-Verhältnisse . Im Durchschnitt fielen diese Multiplikatoren Mitte Februar von 9x auf 6x, ein Niveau, das seit Mitte der 2010er Jahre nicht mehr erreicht wurde. Investoren begannen, einen „Sichtbarkeits-Abschlag" einzupreisen: Weil niemand genau vorhersagen konnte, wie viele Sitze in zwei Jahren noch existieren würden, wurden langfristige Cashflow-Projektionen als wertlos erachtet.

In dieser neuen Formel der Kapitalmärkte wurde das Substitutionsrisiko zum entscheidenden Faktor, der die Bewertungen nach unten drückte.

Der indische IT-Sektor unter Druck

Die SaaSpocalypse ist kein rein amerikanisches Phänomen. Am 4. Februar 2026 erreichte die Verkaufswelle den indischen IT-Dienstleistungssektor. Der Nifty IT-Index verzeichnete seinen schlimmsten Einbruch seit der Finanzkrise 2008 und verlor in einer einzigen Sitzung über 7 %. Etwa  24 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung wurden vernichtet.

Marktführer wie Infosys und Tata Consultancy Services (TCS) fielen um 7 % bis 10 %. Der Grund für die Nervosität war die Erkenntnis, dass KI-Agenten genau die Aufgaben automatisieren können, die traditionell das Brot-und-Butter-Geschäft der indischen

Um zu überleben, müssen diese Unternehmen ihre Geschäftsmodelle radikal umstellen und von der Abrechnung nach Stunden zu einer Abrechnung nach Ergebnissen übergehen – ein Prozess, der die Gewinnmargen kurzfristig massiv belasten wird.

Die Verschiebung der IT-Budgets

Ein zentrales Thema im Jahr 2026 ist die radikale Umschichtung der globalen IT-Budgets. Während die Gesamtausgaben für Technologie laut Gartner um 10,8 % auf 6,15 Billionen US-Dollar steigen werden, ist diese Zahl für SaaS-Anbieter trügerisch. Das Wachstum findet fast ausschließlich im Bereich der KI-Infrastruktur statt.

Ausgaben für Rechenzentren werden 2026 voraussichtlich um 31,7 % bis 36,9 % wachsen, getrieben durch den unstillbaren Hunger der Hyperscaler nach KI-optimierten Servern. In der Zwischenzeit werden die Budgets für Anwendungssoftware zwar nominal noch steigen, aber ein Großteil dieses Geldes fließt in KI-Modelle und Plattformen, nicht in klassische SaaS-Lizenzen. Viele CIOs finanzieren ihre KI-Initiativen, indem sie die Ausgaben für bestehende Software-Abonnements kürzen.

Unternehmen wie Microsoft investieren massiv in Rechenzentren – allein im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stiegen die Investitionsausgaben (CapEx) um 74 % auf fast 35 Milliarden US-Dollar. Vor allem Amazon möchte in diesem Jahr massiv investieren: Hier sollen die Investitionen in Infrastruktur von 131,8 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 200 Milliarden US-Dollar steigen.

Die Wette der Unternehmen lautet: Investiere jetzt massiv in GPUs und Infrastruktur, um später die Erträge aus KI-Diensten zu ernten. Für reine Softwareanbieter ohne eigene Infrastruktur bedeutet das, dass sie in der Nahrungskette nach unten rutschen.

Dieser Wandel wird durch die Tatsache verstärkt, dass KI-Modelle im Jahr 2026 zunehmend ubiquitär in bestehende Software integriert sind. Das erhöht die Kosten für diese Funktionen, ohne notwendigerweise den Umsatz der Softwareanbieter im gleichen Maße zu steigern.

Vibe Coding: Die Demokratisierung der Softwareerstellung

Ein neuer Trend, der das SaaS-Modell von unten heraus angreift, ist das sogenannte Vibe Coding. Der Begriff, geprägt von Andrej Karpathy, beschreibt eine Art der Programmierung, bei der ein Nutzer lediglich die gewünschte Funktionalität einer Anwendung in natürlicher Sprache beschreibt. Eine KI übernimmt dann die gesamte Implementierung, das Hosting und die Bereitstellung.

Für Unternehmen bedeutet das, dass der Bedarf an standardisierter Software sinkt. Warum sollte ein Team monatliche Gebühren für ein unflexibles CRM-System zahlen, wenn es sich mit Hilfe von Tools wie Cursor, Replit oder Lovable innerhalb von zehn Minuten eine eigene, exakt auf die internen Prozesse zugeschnittene Anwendung bauen kann?

Build-it-yourself statt Buy-off-the-shelf

Der Wandel hin zur Eigenentwicklung bedroht vor allem Anbieter im unteren und mittleren Marktsegment. Tools wie Bolt oder Tempo Labs ermöglichen es Nicht-Technikern, Prototypen und sogar produktionsreife Anwendungen zu erstellen, die früher Monate der Entwicklung und Zehntausende an Lizenzgebühren erfordert hätten. In der Folge wird Software von einem teuren Asset zu einer austauschbaren Ware.

Nachfolgend ist eine Liste bekannter Vibe-Coding-Tools zu sehen:

Vibe Coding Tool Kernfunktion Beitrag zur SaaS-Disruption
Cursor KI-native Entwicklungsumgebung Beschleunigt Erstellung individueller Tools um Faktor 10
Replit Cloud-IDE mit sofortiger Bereitstellung Erlaubt sofortige Skalierung von Eigenentwicklungen
Lovable No-Code/Low-Code KI-Plattform Ermöglicht Geschäftsabteilungen, SaaS-Tools zu umgehen

Die Krise der Giganten: Salesforce, ServiceNow und Monday.com

Die SaaSpocalypse hat vor allem die Namen getroffen, die über Jahre als unbesiegbar galten. Salesforce, ServiceNow und Workday sahen sich im Februar 2026 mit massiven Abverkäufen konfrontiert, weil Investoren an ihren langfristigen Wachstumsraten zweifelten.

Salesforce und Agentforce

Salesforce versuchte, der Krise mit der Einführung von „Agentforce" zu begegnen, einer Plattform für autonome KI-Agenten. Trotz dieser Innovation fiel die Aktie Anfang Februar um 7 bis 26 % (YTD), weil der Markt befürchtet, dass die zusätzlichen Einnahmen aus KI-Diensten nicht ausreichen werden, um den Verlust durch wegfallende Lizenzen auszugleichen.

ServiceNow und der KI-Infrastruktur-Deal

Auch ServiceNow geriet unter Druck und verzeichnete einen Rückgang von 28 % im Jahresverlauf bis Anfang Februar. Trotz Kooperationen mit KI-Größen wie Anthropic blieb die Skepsis bestehen. Die Anleger fordern nun den Beweis, dass diese Plattformen tatsächlich in der Lage sind, einen messbaren ROI aus ihren massiven KI-Investitionen zu generieren.

Der Fall Monday.com

Ein besonders dramatisches Beispiel lieferte Monday.com am 9. Februar 2026. Nach der Veröffentlichung der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 brach die Aktie um 14 % ein und weitete ihren Verlust auf fast 70 % gegenüber den 52-Wochen-Hochs aus. Obwohl das Unternehmen profitabel war und die Erwartungen beim Gewinn übertraf, enttäuschte der Ausblick auf das Umsatzwachstum. Das Management gab zu, dass die Schwäche im Bereich KMU strukturell sei und dass die Kosten für die KI-Infrastruktur die Bruttomargen drücken würden.

Unternehmen Kursbewegung & Prognose (Februar 2026) Grund für die Reaktion
Monday.com -14% (an einem Tag) Wachstumsverlangsamung & hohe KI-Kosten
Salesforce -7% bis -26% (YTD) Angst vor Seat Compression & KI-Obsoleszenz
ServiceNow -11% bis -28% (YTD) Skepsis gegenüber der Monetarisierung von KI
Workday -14% (nach Frontier-Launch) Bedrohung durch autonome HR-Agenten

Fazit: die Ära der agentischen Unternehmen

Die SaaSpocalypse 2026 markiert das Ende einer Ära. Wir befinden uns am Übergang von einer Welt der Interfaces zu einer Welt der Outcomes.

Für Unternehmen ergeben sich aus der Krise klare Lehren:

  1. Vom Sitz zum Ergebnis: Anbieter, die nicht schnell auf wertorientierte Preismodelle umstellen, werden durch Seat Compression aus dem Markt gedrängt.
  2. Datenfestungen statt Wrapper: Nur Unternehmen mit exklusiven Datenzugängen oder tief integrierten Sicherheitsarchitekturen besitzen nachhaltige Moats
  3. Infrastruktur ist König: Der Großteil der IT-Wertschöpfung verlagert sich kurzfristig in die physische Schicht (GPUs, Rechenzentren) und die Basismodell-Schicht.
  4. Die Demokratisierung der IT: Vibe Coding ermöglicht es Fachabteilungen, ihre eigenen Lösungen zu bauen. Das erhöht den Druck auf Standard-SaaS-Produktezusätzlich.
  5. Finanzielle Disziplin: Die hohe Verschuldung im Sektor wird zu einer Konsolidierungswelle führen, bei der schwächere Akteure von den finanzstarken KI-Giganten übernommen werden.
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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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