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  • Microsoft Rechenzentrum Fairwater in Mount Pleasant, Wisconsin

Microsoft stellt ‚Community First‘ KI-Infrastruktur vor. Von Klimaschutz ist keine Rede

Von |2026-01-14T08:48:43+00:0014.1.2026|

Microsoft reagiert auf die zunehmende Kritik am Ausbau von Rechenzentren und verspricht im Rahmen der "Community First"-Initiative, steigende Stromrechnungen für Privatkunden zu vermeiden. Microsoft kündigt auch an, den Wasserverbrauch zu minimieren. Dagegen ist von Klimaschutz keine Rede.

Der massive Ausbau der Rechenzentren im Zusammenhang mit der Nutzung von KI führt weltweit, aber insbesondere in den USA, zu vermehrter Kritik und zu Protesten. Private Haushalte befürchten zum Beispiel höhere Strompreise und vermehrte Stromausfälle aufgrund des enormen Energiebedarfs der Anlagen. Das führt dazu, dass große Unternehmen wie Microsoft immer häufiger dazu gezwungen sind, geplante Projekte zu verschieben oder einzustellen. Ein Beispiel dafür ist ein von Microsoft geplantes Rechenzentrum in Caledonia, Wisconsin. Das Unternehmen hatte seine Pläne nach andauernden Widerständen aus der Gemeinde aufgegeben.

Nach Zahlen der Organisation Data Center Watch wurden bisher Rechenzentren im Volumen von 64 Milliarden US-Dollar aufgrund lokaler Widerstände verschoben oder blockiert.

Microsoft reagiert darauf mit der sogenannten "Community First"-Initiative für KI-Infrastruktur, die aus fünf Säulen besteht:

  1. Sicherstellen, dass Rechenzentren nicht zu steigenden Strompreisen führen
  2. Minimierung des Wasserbedarfs und Aufbereitung von Wassermengen, die den eigenen Wasserverbrauch übersteigen
  3. Schaffen lokaler Jobs
  4. Erzeugen zusätzlicher lokaler Steuereinnahmen
  5. Anbieten von lokalen KI-Schulungen und Investitionen in Non-Profit-Organisationen
Die Säulen der "Community First"-Initiative für KI-Rechenzentren von Microsoft

Keine einzige Erwähnung von "Klima" oder "Kohlenstoff"

Was dabei sofort ins Auge fällt: Von Klimaschutz oder einer Deckelung der CO2-Emissionen ist hier nicht die Rede. Wer das gesamte, sehr umfangreiche Dokument von Microsoft nach den Begriffen "climate" und "carbon" durchsucht, findet genau null Treffer.

Das ist sicherlich kein Zufall, denn der enorme Ausbau der Rechenzentren wird zu großen Teilen mithilfe fossiler Energieträger betrieben; allen voran Gas, aber auch Kohlekraft. Dazu kommt Kernenergie. Der Rest wird von erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Wasserkraft geleistet.

Die Folge sind steigende CO2-Emissionen, die so gar nicht zu den einst ehrgeizigen Klimazielen der Unternehmen passen. Kein Wunder also, dass Microsoft darüber kein Wort verliert. Es wird nicht einmal der Versuch unternommen, auf diese Thematik einzugehen. Zumindest den Vorwurf des Greenwashings muss sich Microsoft also hier nicht gefallen lassen, wenn man einmal von den Versprechungen absieht, den Wasserverbrauch zu senken. Hier wird sich erst noch zeigen müssen, ob das so umgesetzt wird.

In der aktuellen geopolitischen Situation, in welcher der Konkurrenzkampf um die beste KI ein wenig an die Zeit des Kalten Krieges und den Wettlauf zum Mond erinnert, bleibt die Umwelt auf der Strecke – zumindest vorerst. Eine Hoffnung ist, dass sich erneuerbare Energien, allen voran Sonnenenergie, aufgrund ihrer deutlich besseren Effizienz und geringerer Kosten mittelfristig als primäre Versorgungsquelle für Rechenzentren, aber auch für andere Branchen und Privathaushalte durchsetzen wird. Die aktuelle Entwicklung in China zeigt, dass dies durchaus so eintreten kann. Zwar dominiert dort noch Kohle als primäre Energiequelle, doch wird der Ausbau von Solaranlagen mit großem Tempo vorangetrieben. Das Land will bis zum Jahr 2060 klimaneutral sein.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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