Deutschland und Indien haben ihre strategische Partnerschaft auf eine neue Ebene gehoben. Am Rande des AI Impact Summit in Neu-Delhi unterzeichneten Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger und der indische Minister für Elektronik und Informationstechnologie, Ashwini Vaishnaw, einen umfassenden KI-Pakt. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die Stärken beider Nationen in der Schlüsseltechnologie der Künstlichen Intelligenz zu bündeln und demokratische Standards in der globalen Tech-Entwicklung zu setzen.
Sechs Säulen der Kooperation
Der neu geschlossene Pakt baut auf dem seit 2017 bestehenden deutsch-indischen Digitaldialog auf und definiert sechs zentrale Handlungsfelder für die zukünftige Zusammenarbeit:
- Industrie und Mittelstand: Der Fokus liegt auf der Anwendung von KI in Sektoren wie Smart Manufacturing, Landwirtschaft, Gesundheit, Energie und Mobilität.
- Forschung und Infrastruktur: Geplant sind gemeinsame Investitionen in Rechenkapazitäten und die Entwicklung sektorspezifischer KI-Modelle (z. B. Sprache und Bildverarbeitung).
- Talente und Fachkräfte: Die Förderung von Kompetenzen und die Mobilität von Fachkräften in der Digitalwirtschaft sollen massiv erleichtert werden.
- Vertrauenswürdige KI: Ein Austausch zur Harmonisierung regulatorischer Ansätze, wie dem EU AI Act und der India AI Mission, soll ethische Standards sichern.
- KI für das Gemeinwohl: Nutzung von KI in der öffentlichen Verwaltung und für soziale Zwecke.
- Internationale Abstimmung: Eine engere Koordinierung in globalen Foren wie der Global Partnership on AI (GPAI).
Um diese Ziele operativ umzusetzen, vereinbarten beide Seiten die Einrichtung spezifischer Anlaufstellen, die Unternehmen, Verbände und Start-ups bei der Anbahnung deutsch-indischer Partnerschaften unterstützen sollen.
Eine Win-Win-Situation: Die Vorteile für beide Länder
Der Pakt wird von beiden Seiten als strategischer Gewinn betrachtet, weil sich die wirtschaftlichen und technologischen Profile Deutschlands und Indiens ergänzen.
Vorteile für Deutschland
Für die deutsche Wirtschaft, insbesondere den Mittelstand, öffnet der Pakt den Zugang zu Indiens riesigem Pool an IT-Talenten und KI-Spezialisten. Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland ist die vereinbarte Erleichterung der Mobilität für indische Studenten und Fachkräfte ein entscheidender Faktor. Zudem bietet der indische Markt enorme Wachstumschancen für deutsche Industrie-4.0-Technologien. Bundesminister Wildberger betonte, dass der Pakt dazu diene, das kürzlich geschlossene Freihandelsabkommen mit Leben zu füllen, Wertschöpfungsketten zu diversifizieren und die digitale Souveränität Deutschlands zu stärken.
Vorteile für Indien
Indien profitiert durch den Zugang zu deutscher Ingenieurskunst und Hardware-Expertise. Der Pakt unterstützt das indische Ziel, die eigene verarbeitende Industrie durch KI-Integration wettbewerbsfähiger zu machen. Zudem stärkt die Zusammenarbeit bei der Forschung und Infrastruktur Indiens Ambitionen, eigene KI-Modelle und Rechenkapazitäten aufzubauen, anstatt sich nur auf ausländische Tech-Giganten zu verlassen. Die Kooperation hilft indischen Start-ups und KMU, ihre Lösungen schneller auf internationale Märkte zu bringen.
Ein Signal für demokratische Werte
In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigten beide Nationen ihren Willen, KI „verantwortungsvoll, sicher und im Einklang mit demokratischen Werten" zu gestalten. Das wird als wichtiges geopolitisches Signal gewertet, weil auf dem Gipfel in Neu-Delhi auch Fragen der globalen Regulierung diskutiert werden, um digitale Innovationen nicht autoritären Regimen zu überlassen.
Neben den genannten Ministern haben auch Regierungschefs wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Brasiliens Präsident Lula da Silva sowie Tech-Größen wie OpenAI Chef Sam Altman ihre Teilnahme am KI-Gipfel in Neu Delhi angekündigt.
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