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  • USA: Moratorium für den Ausbau von KI-Rechenzentren gefordert

USA: parteiübergreifender Widerstand gegen den Ausbau von KI-Rechenzentren

Von |2026-01-02T09:48:32+00:002.1.2026|

In den USA hat sich eine ungewöhnliche Allianz gegen den weiteren Ausbau von KI-Rechenzentren gebildet. Der demokratische Sozialist Bernie Sanders, Senator des Bundesstaates Vermont, und der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, teilen eine skeptische Haltung gegenüber dem weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur. Sanders forderte ein nationales Moratorium für den Bau solcher Anlagen, weil er negative Folgen für den Arbeitsmarkt befürchtet und den Nutzen für die breite Bevölkerung infrage stellt. DeSantis stellte in Florida eine Bill of Rights für künstliche Intelligenz vor, der lokalen Regierungen das Recht geben soll, den Bau von Rechenzentren zu blockieren.

Probleme bei der Energieversorgung und Netzstabilität

Ein wichtiger Grund für den Widerstand sind die Auswirkungen der zusätzlichen Rechenzentren auf die Stromnetze und die Energiekosten für private Haushalte. Prognosen der US Energy Information Administration gehen davon aus, dass die Strompreise für Privathaushalte nach einem Anstieg von etwa 5 Prozent im Jahr 2025 in diesem Jahr um weitere 4 Prozent steigen werden. Das Stromnetz PJM Interconnection, das 65 Millionen Menschen versorgt, meldet eine drohende Unterversorgung. Es wird erwartet, dass dem Netz bis 2027 sechs Gigawatt an benötigter Kapazität fehlen werden, was das Risiko von Stromausfällen erhöht. Kritiker bemängeln, dass die Kosten für die Sicherung der Kapazitäten, die sich auf Milliardenbeträge belaufen, letztlich auf die Verbraucher umgelegt werden.

Ein weiteres Problem stellt die sogenannte Co-Location dar, bei der Rechenzentren direkt an Kraftwerke angeschlossen werden. Experten kritisieren das, weil es Kapazitäten vom allgemeinen Markt abzieht und die Versorgungssicherheit für andere Kunden gefährden kann.

Dass diese Probleme schon in der breiten Bevölkerung angekommen sind, zeigt eine Umfrage vom September des vergangenen Jahres: Hier hatten 71 Prozent der Teilnehmer angegeben, dass sie befürchten, im Lauf dieses Jahres erneut von einem Stromausfall betroffen zu sein.

Ökonomische und ökologische Bedenken

Neben den Fragen zur Energieversorgung führen Kritiker ökonomische und umweltbezogene Argumente an. DeSantis wies darauf hin, dass Rechenzentren nach der Bauphase nur sehr wenige dauerhafte Arbeitsplätze schaffen, oft nur etwa zehn Stellen pro Anlage. Gleichzeitig fordert er ein Verbot von steuerlichen Subventionen für Technologiekonzerne, weil die Interessen der Unternehmen nicht deckungsgleich mit denen der Öffentlichkeit seien.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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