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  • CAPEX 2026: Big Techs im Startblock

Die Tech-Riesen und die Milliarden Invests in KI-Infrastruktur: notwendig oder zu riskant?

Von |2026-02-06T10:16:28+00:006.2.2026|

Amazon, Alphabet, Microsoft und Google stecken immer mehr Geld in KI-Infrastruktur. Anleger fragen sich, ob sich das lohnt.

Die Technologiebranche befindet sich in einer beispiellosen Phase der Kapitalintensivierung. Die führenden Unternehmen treiben ihre Ausgaben für Sachanlagen (CAPEX) in astronomische Höhen. Getrieben wird diese Entwicklung durch die Überzeugung, dass künstliche Intelligenz und die dafür notwendige Rechenleistung die entscheidenden Ressourcen der kommenden Jahre sein werden. Die Konzerne wetten darauf, dass nur jene Akteure langfristig überleben und dominieren werden, die ihre eigene Versorgung mit Hochleistungschips und Rechenzentren sichern können. Diese Strategie führt jedoch zu einer Diskrepanz zwischen den Plänen der CEOs und der kurzfristigen Erwartungshaltung der Finanzmärkte, die sich angesichts der enormen Summen besorgt zeigen.

Big Techs: CAPEX 2026

Amazon an der Spitze der Investitionspyramide

Amazon hat sich an die Spitze dieses Investitionswettlaufs gesetzt und plant für das Jahr 2026 Ausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar. Das ist eine enorme Steigerung gegenüber den 131,8 Milliarden US-Dollar vom Vorjahr.

CEO Andy Jassy begründet diesen massiven Kapitaleinsatz mit der starken Nachfrage nach bestehenden Angeboten sowie den großen Chancen in Bereichen wie generative KI, eigene Chip-Entwicklung, Robotik und Satellitennetzwerke.

Ein wesentlicher Unterschied zu den Wettbewerbern liegt in der Breite von Amazons Investitionen. Während ein Großteil der Ausgaben in die Cloud-Sparte AWS und deren KI-Infrastruktur fließt – AWS wuchs im vierten Quartal 2025 um 24 Prozent – muss das Unternehmen auch erhebliche Mittel für sein physisches Logistiknetzwerk aufwenden. Dazu gehören Investitionen in Robotik und die Modernisierung von Standorten. Das bedeutet, dass die Ausgaben nicht ausschließlich als reine KI-Wette zu verstehen sind, sondern auch das traditionelle Handelsgeschäft stützen.

Alphabet und die Expansion der Google-Cloud

Dicht auf den Fersen von Amazon folgt Alphabet, der Mutterkonzern von Google. Um die wachsende Nachfrage nach KI-Produkten zu bedienen und die eigenen Ambitionen zu untermauern, plant das Unternehmen für das Jahr 2026 Investitionen in einer Spanne von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein gewaltiger Sprung im Vergleich zum Vorjahr, in dem die Ausgaben für Sachanlagen bei 91,4 Milliarden US-Dollar lagen.

Diese Investitionen zeigen bereits erste finanzielle Erfolge: Die Google Cloud-Sparte verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von 48 Prozent und erreichte eine jährliche Umsatzrate von über 70 Milliarden US-Dollar. Die Strategie von CEO Sundar Pichai zielt darauf ab, die Infrastruktur für die eigenen KI-Modelle wie Gemini massiv auszubauen, die mittlerweile über 10 Milliarden Token pro Minute verarbeiten. Dennoch bleibt die reine Summe der Ausgaben ein Faktor, der die Gewinnmargen und den freien Cashflow kurzfristig belasten kann.

Metas Fokus auf KI-Agenten und Microsofts Rolle

Auch Meta beteiligt sich intensiv an diesem Infrastrukturaufbau, wenngleich mit etwas geringeren absoluten Zahlen als Amazon oder Google. Für das Jahr 2026 prognostiziert der Konzern Ausgaben nach einem Bericht von Reuters zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 72 Milliarden US-Dollar aus dem Jahr 2025 darstellt. Mark Zuckerberg richtet den Fokus dabei stark auf die Entwicklung neuer KI-Modelle und sogenannter „Agentic Commerce Tools", also KI-Agenten, die eigenständig Kaufentscheidungen und Transaktionen für Nutzer durchführen können. Meta hofft, durch die Nutzung persönlicher Nutzerdaten einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen KI-Anbietern zu erzielen.

Microsoft, obwohl ohne offizielle Prognose für das Gesamtjahr 2026 in den vorliegenden Daten, operiert auf einem ähnlichen Niveau. Basierend auf den jüngsten Quartalszahlen lassen sich jährliche Ausgaben von etwa 150 Milliarden US-Dollar hochrechnen, was das Unternehmen im direkten Vergleich auf den dritten Platz hinter Amazon und Google schieben würde. Im Gegensatz dazu wirkt Oracle mit geplanten 50 Milliarden US-Dollar vergleichsweise bescheiden.

Reaktionen des Marktes und Risikobewertung

Die Reaktion der Finanzmärkte auf diese Ankündigungen fällt überwiegend skeptisch aus. Investoren zeigten sich beunruhigt über die Höhe der Verpflichtungen. Das führte dazu, dass die Aktienkurse der betroffenen Unternehmen nachgaben, wobei Firmen mit höheren Ausgaben tendenziell stärker abgestraft wurden. Die Sorge der Anleger gilt der Rentabilität dieser Investitionen, weil selbst etablierte Cloud-Giganten wie Microsoft und Amazon nun dreistellige Milliardenbeträge aufwenden, deren sofortiger Rückfluss nicht garantiert ist.

Trotz der Skepsis der Wall Street halten die Tech-CEOs an ihrer Strategie fest. Die vorherrschende Logik im Silicon Valley ist, dass Rechenleistung in Zukunft eine knappe Ressource sein wird und nur jene Unternehmen, die jetzt aggressiv in Rechenzentren und Chips investieren, langfristig wettbewerbsfähig bleiben können. Es besteht jedoch ein Spannungsfeld zwischen der langfristigen technologischen Notwendigkeit und dem Druck der Märkte, die Ausgaben zu rechtfertigen oder zumindest rhetorisch herunterzuspielen.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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