OpenAI steht unter Druck. Das Unternehmen befindet sich im Krisenmodus. Der von Sam Altman ausgerufene ‚Code Red' ist die Reaktion auf die sich verschärfende Wettbewerbssituation auf dem KI-Markt.
Galt lange Zeit ChatGPT zumindest in der Breite als Maß aller Dinge im Bereich der KI-Chats, hat sich das spätestens mit dem Start von Google Gemini 3 geändert. Das Modell stellt eine deutliche Verbesserung zu seinem ebenfalls schon sehr leistungsfähigen Vorgänger Gemini 2.5 dar. Dabei übertrifft Gemini 3 auch das neueste Modell von OpenAI, GPT 5.1, in verschiedenen Benchmarks.
Google feiert außerdem große Erfolge mit seinem neuen Bildmodell Nano Banana 3, das bisher nicht gekannte Möglichkeiten wie zum Beispiel das Erstellen von fehlerfreien Infografiken mit Text bietet. Das hat zu einem Anstieg der Nutzerbasis von Gemini von 450 Millionen aktiven Nutzern im Juli auf 650 Millionen aktive Nutzer im Oktober geführt.
Auf der anderen Seite bietet Anthropic mit Claude sehr leistungsfähige Modelle für Geschäftskunden an. Insbesondere im Bereich der Softwareentwicklung gilt Claude,als eine der besten Modellserien am Markt. Ein Beispiel dafür ist Claude Sonnet 4.5, das es ermöglichen soll, Software zu erstellen, die bereit ist für den Produktivbetrieb.
Verbesserungen von ChatGPT zu Lasten neuer Projekte
ChatGPT muss sich also an verschiedenen Fronten behaupten. Deshalb fordert CEO Sam Altman Verbesserungen in verschiedenen Bereichen, insbesondere
- Bessere Funktionen zur Personalisierung
- Höhere Geschwindigkeit
- Mehr Verlässlichkeit
- Einen größeren Einsatzbereich für mehr Fragen.
Zu diesem Zweck soll es auch zu einer vorübergehenden Umbildung verschiedener Teams kommen.
Um das zu erreichen, sollen andere Projekte zurückgestellt werden. Dazu gehören die Integration von Werbung in ChatGPT, KI-Agenten für Gesundheit und Shopping sowie ein persönlicher Assistent namens Pulse.
Das wiederum wirft die Frage auf, wie OpenAI mit ChatGPT profitabel werden möchte. Denn auf der einen Seite stehen milliardenschwere Investitionen in Infrastruktur wie zum Beispiel neue Rechenzentren, während die Einnahmen aus Abonnements kaum ausreichen dürften, diese auszugleichen.
Neue Projekte wie zum Beispiel eine attraktive Integration von Werbung oder das Vorantreiben des E-Commerce könnten dazu beitragen, das Unternehmen zumindest langfristig in die Profitabilität zu bringen. Wenn solche Projekte aber aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks erst mit Verspätung umgesetzt werden, wird das vermutlich das Erreichen eines Break Even verzögern.
Ungemach könnte auch von einer anderen Seite drohen: So wurde jetzt berichtet, dass ein angekündigtes Investment von Nvidia in OpenAI in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar noch nicht abschließend vereinbart sei.
Die Zukunft von OpenAI ist also zumindest ungewiss. Ob das für nächste Woche angekündigte neue Flagschiff-Modell GPT-5.2 dies ändern wird, bleibt abzuwarten.
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