Der Chiphersteller Cerebras und OpenAI haben eine Partnerschaft geschlossen, deren Volumen laut einem Bericht auf CNBC bei über 10 Milliarden US-Dollar liegt. Im Rahmen der Vereinbarung plant Cerebras, bis zum Jahr 2028 Rechenkapazitäten im Umfang von 750 Megawatt an OpenAI zu liefern.
OpenAI will eingesetzte Hardware spezialisieren
Ziel der Kooperation ist die Integration von Hardware, die speziell auf Inferenz ausgelegt ist, also die Anwendung trainierter KI-Modelle im Betrieb. Laut OpenAI soll die Technologie von Cerebras dazu beitragen, die Latenzzeiten zu verringern und somit schnellere Antworten der KI-Modelle ermöglichen. Sachin Katti, zuständig für die Recheninfrastruktur bei OpenAI, erklärte, das Unternehmen verfolge die Strategie, ein Portfolio an verschiedenen Systemen aufzubauen, um für jede Arbeitslast die passende Hardware zu nutzen. OpenAI nutzt bereits Chips verschiedener Hersteller. Neben Nvidia sind dies auch AMD und Google.
Die neuen Kapazitäten werden in mehreren Phasen in die Infrastruktur von OpenAI integriert.
Für Cerebras ist das Abkommen ein Schritt zur Diversifizierung des Kundenstamms. In der ersten Jahreshälfte 2024 entfielen noch 87 Prozent des Umsatzes auf die Gruppe G42 aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Cerebras-CEO Andrew Feldman betonte, dass das Unternehmen seine Rechenzentren in den USA und im Ausland weiter ausbauen werde, um die Verpflichtungen gegenüber OpenAI zu erfüllen.
Der Chiphersteller steht im Wettbewerb mit Nvidia, dessen GPUs weite Teile des Marktes für das Training und den Betrieb generativer KI beherrschen. Cerebras setzt dagegen auf extrem große Prozessoren, die Rechenleistung und Speicher auf einem einzelnen Chip vereinen, um Engpässe beim Datentransfer zu vermeiden.
Kontakte bestehen schon länger
Die geschäftliche Annäherung der beiden Unternehmen folgt auf eine technische Zusammenarbeit im Bereich der sogenannten „gpt-oss" Open-Weight-Modelle. Laut Feldman wurde eine erste Grundsatzvereinbarung bereits Ende November unterzeichnet. Historisch besteht schon länger Kontakt: OpenAI evaluierte die Technologie von Cerebras bereits im Jahr 2017, und Elon Musk versuchte 2018, das Unternehmen zu kaufen.
Börsengang war zunächst abgesagt worden
Cerebras hatte im Oktober 2024 einen geplanten Börsengang vorerst abgesagt, nachdem kurz zuvor eine Finanzierungsrunde das Unternehmen mit 8,1 Milliarden US-Dollar bewertet hatte. Im September 2024 veröffentlichte Zahlen wiesen für das zweite Quartal jenes Jahres einen Umsatz von rund 70 Millionen US-Dollar sowie einen Nettoverlust von knapp 51 Millionen US-Dollar aus. CEO Feldman gab an, dass Cerebras weiterhin einen Börsengang plane.
Zunehmender Wettbewerb auf dem KI-Chipmarkt
Mit dem Deal zwischen OpenAI und Cerebras gewinnt der Chipmarkt weiter an Dynamik. Zuletzt hatte Nvidia bekanntgegeben, Teile des KI-Chipherstellers Groq für 20 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Nvidia dominiert den Markt nach wie vor, erhält aber zunehmend Konkurrenz; insbesondere im Bereich des Inferencing, für das spezialisierte Chips gegenüber klassischen GPUs leistungsfähiger sind.
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