Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, übte in Davis heftige Kritik am Chip-Export nach China und richtete seine Kritik direkt an Nvidia. Dabei verglich er den Verkauf von KI-Chips an China mit dem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea.
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos äußerte sich Dario Amodei, CEO von Anthropic, kritisch zu der Entscheidung der US-Regierung, den Export bestimmter Chips nach China wieder zu erlauben. Die Genehmigung betrifft den Verkauf von H200-Chips von Nvidia sowie einer Chip-Reihe von AMD an chinesische Kunden. Amodei bezeichnete das Vorhaben als großen Fehler. Er führte an, dass die USA hinsichtlich der Fähigkeit zur Chipherstellung Jahre voraus seien. Zudem warnte er vor den Auswirkungen auf die nationale Sicherheit.
Vergleich mit einem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea
Amodei verglich zukünftige KI mit einem„Land voller Genies in einem Rechenzentrum, das beispielsweise 100 Millionen Menschen umfassen könnte, die intelligenter seien als jeder Nobelpreisträger. Den Export der Chips setzte Amodei mit dem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea gleich, bei dem man darauf verweise, dass Boeing die Hüllen gefertigt habe.
Partner und Investor Nvidia hart kritisiert
Die Kritik richtet sich auch gegen Nvidia, obwohl das Unternehmen ein wichtiger Partner und Investor von Anthropic ist. Nvidia liefert die GPUs, die für die KI-Modelle von Anthropic benötigt werden. Erst im November hatte Nvidia eine Investition von bis zu 10 Milliarden Dollar in Anthropic angekündigt.
Harter Wettbewerb in der KI-Branche
Beobachter sehen darin ein Zeichen, dass der Wettbewerb im Bereich KI von den Führungskräften als so existenziell wahrgenommen wird, dass übliche Rücksichten auf Investorenbeziehungen oder strategische Partnerschaften in den Hintergrund treten. Bemerkenswert dabei: Amodei äußerte seine Bedenken ohne Sorge vor negativen Auswirkungen auf sein Geschäft. Er scheint sich seiner Sache und der Marktposition von Anthropic als sehr sicher zu sein.
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