Eine aktuelle Umfrage unter US-Hauseigentümern zeigt, dass der wachsende Energiebedarf durch Künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren – in Kombination mit extremeren Wetterereignissen – die Sorgen vieler Menschen über die Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit ihrer Stromversorgung verstärkt.
Die Befragung wurde zwischen dem 12. und 25. September 2025 unter 1.000 Hauseigentümern in den USA durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen eine zunehmende Skepsis gegenüber der Fähigkeit traditioneller Energieversorger, den steigenden Bedarf zu decken, ohne dabei die Stabilität des Netzes oder den Klimaschutz zu gefährden.
Wachsende Sorgen durch Rechenzentren und KI
Der rapide Ausbau von Rechenzentren gilt als einer der Haupttreiber des steigenden Stromverbrauchs. 80 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Stromkosten dadurch steigen werden, und 68 Prozent zweifeln daran, dass ihr Energieversorger die zusätzliche Nachfrage in ihrer Region bewältigen kann.
Auch aus Sicht des Klimaschutzes ist diese Entwicklung zunehmend kritisch gesehen: Der steigende Energiebedarf könnte den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung erschweren – insbesondere, wenn er weiterhin auf fossilen Brennstoffen oder Atomkraft basiert. Eine konsequente Ausrichtung auf erneuerbare Energien wie Sonne und Wind ist notwendig, um den technologischen Fortschritt mit Klimaschutz in Einklang zu bringen.

Auswirkungen von Netzausfällen
Viele Hauseigentümer spüren die Folgen einer wachsenden Netzbelastung bereits heute. 81 Prozent berichteten, im vergangenen Jahr mindestens einen Stromausfall erlebt zu haben, 60 Prozent sogar bis zu drei. 71 Prozent befürchten, dass ihr Zuhause im kommenden Jahr erneut von einem Stromausfall betroffen sein könnte – ausgelöst durch hohe Stromnachfrage oder extreme Wetterbedingungen.
Die Abhängigkeit vom Stromnetz ist hoch: 89 Prozent der Befragten gaben an, ein 24-stündiger Stromausfall wäre für sie schlimmer als ein leerer Tank ihres Autos. Während solcher Ausfälle litten 87 Prozent unter konkreten Folgen – etwa verdorbenen Lebensmitteln, Einkommensverlusten oder Einschränkungen bei medizinischer Versorgung. Nur elf Prozent fühlten sich auf den letzten Ausfall „sehr gut vorbereitet".
Unabhängigkeit durch Dezentralisierung
Angesichts wachsender Unsicherheiten suchen viele Hauseigentümer nach Wegen, ihre Stromversorgung unabhängiger zu gestalten. 62 Prozent denken über die Installation eines Heimspeichers nach; meist, um Kosten zu sparen (71 Prozent) oder die Energieversorgung bei Ausfällen sicherzustellen (ebenfalls 71 Prozent).
91 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass Solaranlagen und Batteriespeicher das Stromnetz langfristig stärken können. Dezentrale Energielösungen, bevorzugt auf Basis erneuerbarer Quellen wie Sonne und Wind, gelten als entscheidender Schritt, um Versorgungssicherheit, Klimaschutz und technologische Innovation miteinander zu verbinden.
Zugleich wären 92 Prozent der Hauseigentümer bereit, überschüssige Energie in Zeiten hoher Netzlast mit Nachbarn zu teilen. Solche vernetzten Systeme – als virtuelle Kraftwerke organisiert – könnten künftig eine flexible, klimafreundliche Energieressource bereitstellen, die nicht nur das Netz stabilisiert, sondern auch mehr Selbstbestimmung über die eigene Energieversorgung ermöglicht.
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Fazit
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: Während die Chancen von KI und digitaler Infrastruktur anerkannt werden, wächst zugleich das Bewusstsein für deren Energie- und Klimafolgen. Technologische Innovation sollte daher Hand in Hand mit einer nachhaltigen Energiepolitik gehen, um Fortschritt, Versorgungssicherheit und Klimaschutz in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.
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