Wie soll die Weiterentwicklung von KI-Modellen aussehen? Sam Altman von OpenAI wünscht sich vor allem billigere und schnellere Modelle. Das ist ihm wichtiger als Modelle, die smarter sind. Er fügt hinzu, dass es allerdings so aussehe, als sei es nach wie vor am wichtigsten, dass die Modelle schlauer sind. Diese Gedanken teilte er in einem Tweet auf X.
Was könnten die Gründe für diese Gedanken sein? Klar ist: Der Kampf und das beste KI-Modell ist derzeit eine reine Materialschlacht. Es geht darum, möglichst viele Kapazitäten, sprich: Rechenzentren, aufzubauen, um durch Rechenleistung die Konkurrenz zu schlagen. Dass es hier immer wieder zu Engpässen kommt, zeigte sich zuletzt zum Beispiel daran, dass es bei Anthropic immer wieder zu Aussetzern kam. In der Folge hat Anthropic verschiedene Deals für zusätzliche Rechenleistung abgeschlossen, unter anderem mit Amazon und Google.
OpenAI hatte zuletzt eine Liste mit Prinzipien für die weitere Entwicklung der KI veröffentlicht. Darin wird auch der massive Ausbau der KI-Infrastruktur genannt und gerechtfertigt – mit dem Argument, das diene dem allgemeinen Wohlstand.
Dass Altman sich jetzt für schnellere und billigere KI-Modelle ausspricht, könnte verschiedene Gründe haben: Zum einen würde sich dadurch der für das Unternehmen sehr teure Ausbau der Infrastruktur entschärfen. OpenAI kämpft zunehmend mit hohen Kosten und ausufernden Investitionen. So konnte OpenAI nach einem Bericht des Wall Street Journal erstmals seine gesteckten Umsatzziele nicht erreichen.
Zudem könnte OpenAI durch günstige und gleichzeitig leistungsfähige Modelle den wichtigen Konsumentenmarkt noch besser bedienen und damit mehr Nutzer von der kostenlosen Version von ChatGPT in ein Bezahl-Abo bringen.
Sam Altman könnte aber auch erkannt haben, dass es trotz aller Bemühungen nicht gelingen wird, die Konkurrenz wie Anthropic und Google in Punkto Leistung zu schlagen. Statt also immer mehr Geld in zusätzliche Leistung zu stecken, könnte der Weg über schnelle und günstige Modelle ein Ausweg sein.
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