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Quantencomputer QSolid im Forschungszentrum Jülich: erstmals Zugriff für externe Nutzer möglich

Von |2025-11-24T11:40:01+00:0024.11.2025|

Mit 'JUNIQ' haben externe Nutzer Zugriff auf den Prototyp eines Quantencomputers im Forschungszentrum Jülich.

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben zusammen mit Partnern aus dem QSolid-Konsortium einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das Team hat mit "JUNIQ" den Prototyp eines Quantencomputers in die Infrastruktur des Jülich Supercomputing Centre integriert. Das ist nach Angaben des FZ Jülich ein großer Schritt zur Etablierung eines umfassenden deutschen Quantencomputing-Ökosystems.

Drei Jahre und sechs Monate nach dem Start des Projekts wird der Prototyp des integrierten Quantencomputers seit dem 17. November externen Nutzern für eine anfängliche, zweiwöchige Testphase zur Verfügung gestellt. Der Koordinator von QSolid, Prof. Dr. Frank Wilhelm-Mauch, erklärt, das Team habe einen kompletten Prototyp aufgebaut. Das System besteht ab dem Chip aufwärts aus Hardware, die am Forschungszentrum Jülich entwickelt wurde.

Die Erweiterung der Arm Neoverse-Plattform mit NVLink Fusion bietet Partnern, die auf Arm aufbauen, eine Leistungsklasse, die den Grace Blackwell-Systemen entspricht. Das macht es für Kunden einfacher, Arm-basierte Neoverse Hauptprozessoren mit GPUs von NVIDIA zu kombinieren. Die Einbindung der Neoverse-Basis festigt NVLink Fusion als den Standard für die Verbindung von KI-Infrastruktur.

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Der Rechner arbeitet aktuell mit einer Kapazität von 10-Qubits. Ein Qubit ist die grundlegende Einheit der Quanteninformation. Der Zugang erfolgt über die Cloud-Plattform JuDoor.

Die Entwicklung und Integration des Software-Stacks, einer Sammlung funktionaler Softwarekomponenten, wurde unter Zusammenarbeit von Forschungseinrichtungen und Industriepartnern realisiert. Die Unternehmen Qruise und Eviden lieferten notwendige Softwarekomponenten in den Bereichen Quanten-Firmware und High-Performance-Computing. Das Forschungszentrum Jülich führte die Systemintegration durch.

Die Industriepartner ParTec, ParityQC und HQS Quantum Simulations nehmen als erste Nutzer außerhalb der Jülicher Infrastruktur an dem zweiwöchigen Testlauf teil. Auf diese Pilotphase folgt zeitnah eine weitere mit aktualisierter Software. Auch Hardware-Verbesserungen sind geplant: Das Team um Prof. Dr. Rami Barends vom Forschungszentrum Jülich wird den aktuellen Quantenchip bald durch eine leistungsstärkere Version ersetzen. Im Januar soll ein weiterer Prototyp in Betrieb genommen werden. Das Feedback der ersten Nutzer wird zur Optimierung des Quantencomputers genutzt.

Die Ziele des QSolid-Projekts sind:

    • Die Entwicklung eines Quantencomputers mit geringerer Fehlerrate
    • Das Schaffen eines Ökosystems, das sich in die Supercomputing-Umgebung des Forschungszentrums Jülich integrieren lässt und Zugriff externer Nutzer erlaubt
    • Deutschland zur führenden Nation im Bereich des Quantencomputings zu machen
Sicherung der Unabhängigkeit Deutschlands und schaffen zusätzlicher Möglichkeiten in den Bereichen Wissenschaft und Industrie

Das Forschungsprojekt verfügt über ein Gesamtbudget von 76,3 Millionen Euro. Prof. Dr. Frank Wilhelm-Mauch gibt an, die Systemintegration diene als Blaupause für die Entwicklung eines deutschen Quantencomputers und stelle den idealen Ausgangspunkt für die 'High-Tech Agenda Deutschland' des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) dar. Der Erfolg folgt nur zwei Wochen nach der Einführung der von dem BMFTR initiierten 'High-Tech Agenda Deutschland'.

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Ein 10-Qubit-Prototyp als Meilenstein zu verkaufen, während IBM und Google mit Hunderten von Qubits operieren, zeigt die Realität: Deutschland holt auf, liegt aber weit zurück. Trotzdem ist die Integration von JUNIQ in die Jülicher Supercomputing-Infrastruktur wichtig – nicht wegen der technischen Specs, sondern wegen der strategischen Ausrichtung auf digitale Souveränität.

Was hier entsteht, ist genau das, was Europa braucht: Ein eigenes Quantencomputing-Ökosystem statt Abhängigkeit von US-Hyperscalern. Die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und deutschen Industriepartnern zeigt ein funktionierendes Netzwerk. Kritisch bleibt: Drei Jahre Entwicklungszeit für 10 Qubits ist im internationalen Vergleich zu langsam. Wenn Deutschland führend werden will, muss das Tempo drastisch steigen.

Für den Datacenter-Markt ist diese Entwicklung dennoch relevant: Quantencomputer erfordern extreme Kühlung (nahe dem absoluten Nullpunkt), hochspezialisierte Umgebungskontrolle und völlig neue Wartungskonzepte. Die Integration in bestehende HPC-Infrastrukturen schafft Lernfelder für hybride Systeme – klassische Server plus Quantenbeschleuniger. Wartungsdienstleister müssen sich jetzt auf diese Hybridszenarien vorbereiten.

Fazit: Gut, dass Deutschland endlich eigene Hardware entwickelt. Aber 10 Qubits sind kein Durchbruch – sie sind ein Anfang, der schneller skalieren muss.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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