OpenAI will in Kürze zwei Änderungen an der Video-App Sora umsetzen. Grundlage sind Erfahrungen aus der Nutzung von Sora und Rückmeldungen von Nutzern, Rechteinhabern und anderen Interessengruppen.
Die erste geplante Änderung betrifft die Generierung von Charakteren. Rechteinhaber erhalten hier mehr Kontrolle. Das soll einem Opt-in-Modell ähneln, wie es für die Nutzung des eigenen Abbilds gilt, jedoch mit zusätzlichen Kontrollen. Das Opt-in-Modell impliziert, dass Nutzer keine Videos mit urheberrechtlich geschützten Charakteren erstellen können, solange Studios oder andere Rechteinhaber keine ausdrückliche Erlaubnis erteilt haben. Die vorherige Strategie sah dagegen vor, dass Rechteinhaber aktiv ablehnen (opt out) mussten, wenn ihre Inhalte nicht in Sora-generierten Videos verwendet werden sollten.
OpenAI CEO Sam Altman schrieb in einem Blogpost, viele Rechteinhaber seien von der Idee der „interaktiven Fan-Fiction“ angetan. Sie würden davon ausgehen, dass diese Art der Nutzung ihnen einen Mehrwert bringen könne. Gleichzeitig würden Rechteinhaber Wert darauf legen, bestimmen zu können, wie ihre Charaktere verwendet werden dürfen, einschließlich der Option, die Nutzung ganz zu untersagen.
Altman räumte ein, dass es wahrscheinlich einige Grenzfälle bei der Generierung geben werde. Die Funktion des Systems erfordere Iteration, um gut zu funktionieren. Altman hob auch die kreative Leistung Japans hervor und betonte die tiefe Verbindung zwischen Nutzern und japanischen Inhalten.
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Eine weitere geplante Änderung betrifft die Monetarisierung der Videoerzeugung. Die Nutzer würden pro Person mehr Inhalte generieren als erwartet, so Altman. Außerdem werde eine große Anzahl von Videos für sehr kleine Zielgruppen erstellt. OpenAI plane, einen Teil der Einnahmen mit Rechteinhabern zu teilen. Das genaue Modell der Umsatzbeteiligung müsse durch Testläufe entwickelt werden. Altman hofft demnach, dass die neue Art der Interaktion einen noch höheren Wert darstellen werde als die Umsatzbeteiligung. Das Ziel sei es, dass beides gemeinsam Vorteile bringe.
Altman kündigte zahlreiche Veränderungen an. Das erinnere an die frühen Tage von ChatGPT. Das Feedback werde genutzt, um Fehler schnell zu korrigieren. Geplante Änderungen sollen zuerst in Sora getestet und dann konsistent auf alle Produkte angewendet werden.
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