OpenAI könnte in der Zukunft Dienstleistungen im Bereich von KI-Infrastruktur ähnlich wie etablierte Cloud-Computing-Anbieter bereitstellen. Am 20. August äußerte sich Sarah Friar, CFO von OpenAI, dazu in einem Interview mit Bloomberg. Sie gab an, dass OpenAI diese Möglichkeit derzeit nicht aktiv verfolge, sie es aber „durchaus als ein mögliches Geschäft in der Zukunft" betrachte.
Derzeit konzentriert sich OpenAI darauf, ausreichend Rechenkapazität für die eigenen KI-Operationen zu sichern. Das geschieht entweder durch den Bezug von Kapazitäten bei anderen Anbietern oder durch das Stargate-Projekt, an dem OpenAI beteiligt ist. Im Rahmen dieses Projekts plant OpenAI, zusammen mit SoftBank und Oracle, 500 Milliarden US-Dollar in den Aufbau von Rechenzentren zu investieren. Friar erklärte die Notwendigkeit dieser Strategie: „Wenn wir alles nur von anderen kaufen, geben wir ihnen unser geistiges Eigentum, weil sie lernen, wie man KI-Infrastruktur baut". Das Unternehmen möchte sich daher stärker in diese Prozesse einbringen.
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Microsoft war früher der exklusive Cloud-Anbieter für OpenAI, was auf umfgangreiche Investitionen des Hyperscalers in das Unternehmen zurückzuführen ist. Aufgrund des stetig wachsenden Bedarfs an Rechenkapazität diversifiziert OpenAI nun und erweitert seine Basis über Microsoft hinaus. Neben dem Stargate-Projekt unterzeichnete OpenAI im Mai 2025 einen Cloud-Vertrag über 4 Milliarden US-Dollar mit CoreWeave, der auf einer früheren Vereinbarung über 11,9 Milliarden US-Dollar aufbaut. Das Unternehmen hat auch Verträge mit Google Cloud abgeschlossen. Im Juli wurde zudem bestätigt, dass OpenAI hinter einem Cloud-Deal mit Oracle im Wert von 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr steht.
Oracle und Microsoft hatten zuvor den Aufbau der Rechenzentren von OpenAI mitfinanziert. Laut Friar führt das KI-Unternehmen nun Gespräche mit Banken und Private-Equity-Firmen über Fremdfinanzierungen, um seine Pläne voranzutreiben. Sie fügte hinzu, dass OpenAI überlege, ob es „andere interessante, neue Wege" der Finanzierung gebe, die über die Aufnahme von Schulden hinausgehen.
OpenAI CEO Sam Altman äußerte sich ebenfalls zu möglichen Investitionsplänen. Er hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass OpenAI in nicht allzu ferner Zukunft Billionen von Dollar in Infrastruktur investieren werde.
Trotz dieser großen Wachstumspläne ist OpenAI noch immer ein unrentables Unternehmen, obwohl der Umsatz schnell wächst. Im Juli 2025 alleine erzielte OpenAI einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar. Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass OpenAI einen Aktienverkauf für aktuelle und ehemalige Mitarbeiter zu einer Bewertung von 500 Milliarden US-Dollar plane.
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