Die enormen Möglichkeiten der KI führen bei vielen Menschen zu Verunsicherung und der Frage nach dem Sinn. Das betrifft auch diejenigen, die auf der Gewinnerseite stehen und viel Geld mit der neuen Technologie verdienen. Wie sollte man am besten damit umgehen?
Wir leben in turbulenten Zeiten. Und das gilt nicht nur für Faktoren wie die weltweite Wirtschaftskrise oder die zunehmenden geopolitischen Spannungen. Auch die rasante Entwicklung der KI stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen und mögliche Krisen. Erstaunlicherweise scheint das nicht nur für Menschen zu gelten, deren Jobs durch die KI gefährdet sind, sondern auch für diejenigen, die damit viel Geld verdienen.
Exemplarisch dafür steht ein Post auf X von Deedy Das, Investor und früherer Google Mitarbeiter. Er beschreibt in seinem Post die Auswirkungen der KI. Rund 10.000 Menschen, meist Mitarbeiter von Anthropic, OpenAI, xAI, Nvidia, Meta und anderen, hätten in den letzten fünf Jahren jeweils mehr als 20 Millionen an finanziellen Polster aufbauen können. Und jeder, der nicht zu dieser Gruppe gehöre, habe das Gefühl, auch in einem gut bezahlten Job niemals dorthin gelangen zu können. Das habe verschiedene Folgen:
- Die klassische Karriereleiter scheint ausgedient zu haben. Viele fragen sich: Sollte ich selbst ein Unternehmen gründen? Ist es zu spät, zu Anthropic oder OpenAI zu wechseln? Soll ich etwas mit KI machen?
- Der eigene Job erscheint auf einmal deutlich weniger wertvoll. Das eigene Gehalt wird als viel zu niedrig wahrgenommen.
- Vor allem Angehörige des mittleren Managements machen sich Sorgen, dass sie demnächst wegrationalisiert werden könnten.
Aber auch diejenigen, die durch die KI reich geworden sind, stecken in einer Sinnkrise. Obwohl sie mehr als die meisten Menschen haben, sind sie nicht glücklich, weil sie sich mit anderen vergleichen, die noch mehr haben. Oder sie suchen irgendwo anders nach dem Sinn des Lebens, gründen ein neues Unternehmen, nur, um etwas zu tun, oder wissen einfach nicht, was sie mit sich anfangen sollen.
So manch einer denkt dabei sicherlich: “Deren Sorgen möchte ich haben.” Es zeigt aber eines: Die schier unfassbare Geschwindigkeit, mit der sich die KI weiterentwickelt, überfordert manche Menschen und Teile der Gesellschaft. Viele Jobs werden überflüssig oder komplett umgekrempelt. Das reicht von klassischen Routinearbeiten bis hin zu kreativen Berufen. Kaum jemand ist nicht vom KI-Wandel betroffen.
Beispiel Software und SaaS: Heute kann jeder mit grundlegenden KI-Kenntnissen seine eigenen Tools entwickeln. Vibe Coding ist eine Disziplin, mit der normale Nutzer zu Softwareentwicklern werden, wenn auch mit Risiken und Abstrichen. Es gibt bereits Hinweise darauf, dass Smartphones demnächst keine Apps mehr benötigen werden, sondern die gewünschten Fähigkeiten einfach per Prompt oder Spracheingabe in Echtzeit entwickeln können.
Was folgt daraus?
Die Welt ist stärker in Bewegung denn je. Das gilt auch und insbesondere für die technologische Entwicklung. Was heute normal ist, kann morgen schon durch ein neues Tool oder KI-Modell außer Kraft gesetzt sein.
Konkret bedeutet das:
Wir können uns nicht auf einen Zustand verlassen
Wir müssen den Wandel erwarten und antizipieren. Wir müssen uns auf dem Laufenden halten und zumindest die Entwicklung der wichtigsten Technologien und Produkte verfolgen, um nicht abgehängt zu werden. Bildlich ausgedrückt: Wir müssen die Welle surfen und dürfen uns nicht von ihr überrollen lassen. Manchmal wird es aber trotzdem nötig sein, unter der einen oder anderen Welle hindurch zu tauchen, um dann die nächste Welle zu erwischen.
Den echten Mehrwert suchen (und anbieten)
Wer heute eine App oder eine Website per KI erstellen kann, ist damit nichts Besonderes mehr. Solche Fähigkeiten werden sich immer weiter verbreiten. Was aber auch in Zeiten der KI wertvoll bleiben wird, sind Ideen. Wer etwas anbietet, was bisher noch niemand hat und das einen echten Mehrwert bietet, wird herausragen. Heute ist es mit den passenden Tools viel einfacher, von der Idee zum Produkt zu kommen.
Sich KI-freie Bereiche schaffen
KI und die damit verbundenen Umwälzungen erzeugen bei vielen Menschen das Gefühl der Überforderung, sei es aus Sorge um die eigene Zukunft oder aus dem Gefühl heraus, von der Vielzahl der Möglichkeiten überwältigt zu sein. Deshalb ist es wichtig, herunterzukommen und sich selbst Bereiche der Ruhe ohne KI zu schaffen, zum Beispiel in der Familie, beim Sport oder in der Natur. Das schafft neue Kreativität und wirkt ausgleichend.
Auch wenn KI immer stärker unser Leben durchdringt, bleiben die wichtigsten Werte erhalten.
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