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KI-Nutzung 2026: KI-Agenten und horizontale Plattformen sind im Trend

Von |2026-03-14T10:34:08+00:0014.3.2026|

Die KI-Nutzung verändert sich stärker als je zuvor. Davon profitieren sowohl KI-Agenten und horizontale Plattformen als auch hoch spezialisierte Tools.

Das Venture-Capital-Unternehmen Andreessen Horowitz hat wieder die einhundert meistgenutzten generativen KI-Anwendungen für Konsumenten analysiert. Während ChatGPT weiterhin den Markt anführt, gewinnen vor allem spezialisierte horizontale Plattformen und KI-Agenten, die komplexe Aufgaben autonom ausführen.

Die Grenze zwischen rein KI-basierten Diensten und etablierter Software verschwimmt, weil Funktionen wie Video- und Bildbearbeitung nun fest integriert sind. Anwendungen wie CapCut, Canva und Notion nutzen generative KI heute als Kernbestandteil ihrer Produkte.

Die Toplisten der KI: Web-Anwendungen und mobile Apps

Bei den Web-Anwendungen liegt ChatGPT auf dem ersten Platz, gefolgt von Google Gemini und Canva. Deepseek belegt den vierten Platz, Grok folgt auf Rang 5.

Top-50 der KI-Web-Dienste 2026

Auch bei den mobilen Apps liegt ChatGPT auf dem ersten Platz. CapCut belegt Platz zwei, Google Gemini Platz drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Canva und AI Gallery.

Top-50 der mobilen KI-Apps 2026

ChatGPT bleibt der unangefochtene Marktführer

Mit 900 Millionen wöchentlich aktiven Nutzern ist ChatGPT auf dem Web 2,7-mal und mobil 2,5-mal größer als der stärkste Verfolger Google Gemini. Dabei versucht sich ChatGPT durch die Integration von Apps für Shopping, Reisen und Gesundheit gezielt als alltägliche Super-App für Konsumenten zu positionieren.

Dennoch nimmt der Wettbewerb stark zu: Gemini und Claude verzeichnen ebenfalls ein starkes Wachstum bei ihren bezahlten Abonnements mit einem Plus von 258 bzw. 200 Prozent im Jahresvergleich. Während OpenAI mit ChatGPT den Massenmarkt anvisiert, ist Anthropic mit Claude der Gewinner im professionellen Umfeld und baut exklusive Integrationen für Entwickler-Infrastruktur, Finanzdaten und wissenschaftliche Werkzeuge aus. Der Trend geht hier zu Connector-Ökosystemen, um Nutzer tief in die eigene Plattform einzubinden und Wechselkosten zu erhöhen.

Verschiebungen bei den Kreativ-Tools: Verlierer und neue Stars

Bei den kreativen KI-Werkzeugen gab es im Vergleich zu den Vorjahren eine deutliche Verschiebung.

  • Reine Bildgeneratoren, die den Markt anfangs dominierten, haben massiv an Bedeutung verloren. Midjourney ist beispielsweise aus den Top 10 der meistgenutzten Web-Produkte auf Platz 46 abgerutscht. Der Grund dafür ist die zunehmende Bündelung: Weil Tools wie ChatGPT und Gemini mittlerweile sehr starke integrierte Bildfunktionen besitzen, wird es für eigenständige Bild-KI-Produkte schwer, sich zu behaupten.
  • In die Lücke der Bildgeneratoren stoßen nun Video-, Musik- und Sprach-Anwendungen. Produkte wie Suno (Musik) und ElevenLabs (Klonen von Stimmen) konnten sich gut behaupten, weil ihre Funktionen hochgradig spezialisiert sind. Im Bereich der Videogenerierung konnten chinesische Modelle wie Kling AI und Hailuo stark zulegen, während Google mit Veo 3 technologisch aufschließen konnte. OpenAIs Sora hingegen verpasste die mobile Bestenliste. Nach einem starken Start sank die virale Schwungkraft deutlich.

Der Aufstieg der KI-Agenten

Ein besonders gefragter Bereich sind derzeit das Agentic Web und KI-Agenten, die nicht nur Fragen beantworten, sondern eigenständig Aufgaben für den Nutzer ausführen.

Der Trend begann im Programmierbereich mit Werkzeugen wie Lovable, Cursor und Bolt, die selbstständig Code schreiben und anpassen, und hält bei technischen Nutzern weiterhin stark an.

Einen deutlichen Zuwachs gibt es bei horizontalen Agenten. Hier vollzieht sich aktuell ein wahrer Durchbruch. Das Open-Source-Projekt OpenClaw, ein lokaler Agent, der sich mit Messenger-Apps verbindet und mehrstufige Aufgaben erledigt, erlebt bis heute ein starkes Wachstum. Auch Plattformen wie Manus, das kürzlich von Meta für schätzungsweise 2 Milliarden US-Dollar übernommen wurde, und Genspark mit einem jährlichen Umsatz von rund 100 Millionen US-Dollar sind sehr erfolgreich. Sie ermöglichen es den Nutzern, komplexe Workflows wie Recherchen oder das Erstellen von Präsentationen komplett auszulagern.

Geografische Dreiteilung bei der KI-Nutzung

Global gesehen teilt sich die KI-Nutzung zunehmend in drei isolierte Ökosysteme auf:

  1. Der Westen: Die USA, Indien, Brasilien und Großbritannien nutzen vorrangig ChatGPT, Claude und Gemini.
  2. China und Russland: Aufgrund von Sanktionen und Zensurvorgaben spielen westliche Tools hier keine Rolle. Eigene Modelle wie Yandex (Alice) und Sber (GigaChat) dominieren den russischen Markt, während in China Produkte wie Doubao und Kimi führen.
  3. Die Brücke: Das chinesische KI-Produkt DeepSeek ist das einzige Tool, das signifikante Marktanteile in allen drei großen Regionen (China, Russland, USA) aufweist.

Europa wird in diesem Zusammenhang nicht genannt. Allerdings wird Deutschland in der Übersicht als eines von mehreren Ländern separat ausgewiesen.

KI Chatbots: Marktanteile nach Ländern

Interessantes Detail am Rande: Betrachtet man die KI-Adoption pro Kopf, so führt Singapur weltweit vor den Vereinigten Arabischen Emiraten und Hongkong, während die USA lediglich auf Platz 20 landen. Zur Berechnung wurden die Web-Visits pro Kopf und die monatlich aktiven Nutzer im Mobilbereich verwendet.

KI jenseits von Browser und App

Ein weiterer zu beobchtender Trend ist, dass KI ihre traditionellen Interfaces verlässt. Der Browser selbst wird zunehmend zur KI (z.B. mit  Atlas von OpenAI oder Comet von Perplexity).

Noch deutlicher wachsen jedoch die nativen Desktop-KI-Anwendungen. Claude Code erreichte in nur sechs Monaten eine jährliche Umsatzrate von 1 Milliarde US-Dollar. Für Endnutzer sind es vor allem automatisierte Notiz-Tools wie Fireflies oder Fathom, die tief in den Alltag integriert werden.

Große Anbieter betten ihre KI zudem immer tiefer in bestehende Arbeitsumgebungen ein wie etwa Googles Personal Intelligence, das nahtlos auf Gmail, Fotos, YouTube und Buchungen zugreift, um als vorausschauender persönlicher Assistent zu dienen.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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