Sie nutzen HPE Hardware wie Server, Storage oder Netzwerk-Komponenten? Dann sollten Sie wissen, wie Sie den Garantiestatus der Geräte prüfen können. Wir zeihen Ihnen, wie das funktioniert und welche Garantie-Varianten HPE anbietet.

Die 5 wichtigsten Fakten zur HPE Garantie

  • Der Garantiestatus lässt sich im HPE Support Center unter Angabe der Seriennummer für Hard- und Software prüfen.
  • Die Standardgarantie umfasst meist drei Jahre mit einer Reaktion am nächsten Arbeitstag und Ersatzteilversorgung.
  • Mit HPE Tech Care lassen sich Service-Level auf bis zu 6 Stunden Call-to-Repair und 24×7-Verfügbarkeit erweitern.
  • Die Option "Defective Media Retention" erlaubt das Einbehalten defekter Datenträger bei einem Austausch aus Sicherheitsgründen.
  • Kritische Ausfälle der Stufe 1 oder 2 müssen telefonisch gemeldet werden, während unkritische Fälle über das Webportal laufen.

Garantiestatus prüfen und verstehen

Wer unsicher über den aktuellen Schutzstatus seiner HPE Hardware ist, sollte als Erstes die Garantieprüfung des Herstellers nutzen. Das Tool im HPE Support Center liefert präzisere Informationen als die allgemeine Vertragsübersicht im Nutzerprofil. Es zeigt neben dem reinen Ablaufdatum auch den konkreten Servicetyp und das Service-Level an.

So funktioniert die Prüfung

Sie benötigen die Seriennummer des Produkts, die auf dem Etikett am Gerät zu finden ist. Diese geben Sie direkt auf der Webseite der Garantieprüfung ein. Das System zeigt daraufhin den Status an:

  • Aktiv: Das Enddatum liegt mehr als 90 Tage in der Zukunft.
  • Läuft bald ab: Der Schutz endet in weniger als 90 Tagen.
  • Abgelaufen: Der Vertrag ist seit weniger als einem Jahr beendet.

Sollte das Produkt noch nicht bei HPE registriert sein, schätzt das System das Ablaufdatum basierend auf dem Herstellungsdatum. Das kann ungenau sein, weshalb das Kaufdatum bei einer Registrierung maßgeblich ist.

Vorgehen im Garantiefall

Tritt ein Defekt auf, entscheidet die Schwere des Vorfalls über den Meldeweg. HPE unterscheidet hierbei vier Stufen der Severity:

  • Ein Severity 1 Fall bedeutet einen Stillstand der produktiven Umgebung oder massiven Datenverlust. Solche kritischen Fälle sowie Fälle der Severity 2 (starke Beeinträchtigung) sollten zwingend telefonisch gemeldet werden.
  • Für Severity 3 und 4, also Störungen ohne kritische Auswirkung auf den Geschäftsbetrieb oder reine Anfragen, ist die Eröffnung eines Web-Tickets über das HPE Support Center der korrekte Weg.

Notwendige Informationen für die Meldung

Halten Sie vor der Kontaktaufnahme folgende Daten bereit, um Verzögerungen zu vermeiden:

  1. Seriennummer oder Service Agreement ID kurz SAID
  2. Physischer Standort des Geräts
  3. Kontaktdaten für den Vor-Ort-Zugang
  4. Detaillierte Fehlerbeschreibung und Log-Dateien

Garantieumfang und Varianten

HPE nutzt ein flexibles Garantiemodell, das je nach Vertrag unterschiedliche Lösungen für Hardwareprobleme vorsieht.

Customer Self Repair

Viele Komponenten wie Festplatten oder Netzteile klassifiziert HPE als Customer Self Repair Teile. Das bedeutet, dass Ihnen ein Ersatzteil zugesendet wird und Sie den Austausch selbst vornehmen. Man unterscheidet hierbei zwischen obligatorischer und optionaler Kundenreparatur. Bei der obligatorischen Variante müssen Sie das Teil selbst tauschen, während bei der optionalen Variante auch ein Techniker angefordert werden kann, was je nach Garantiestatus aber kostenpflichtig sein kann.

Vor-Ort-Service und Diagnose

Kann das Problem nicht durch ein Ersatzteil oder Remote-Support gelöst werden, kommt ein Techniker zum Einsatz. Der Vor-Ort-Service ist darauf ausgelegt, die Hardware wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Zu beachten ist dabei, dass HPE entscheidet, ob eine Reparatur vor Ort oder ein kompletter Austausch der Einheit erfolgt.

Defective Media Retention

Ein kritischer Punkt für datensensible Unternehmen ist der Umgang mit defekten Speichermedien. Standardmäßig gehen ausgetauschte Teile in das Eigentum von HPE über. Wer defekte Festplatten oder SSDs aus Datenschutzgründen nicht aus der Hand geben darf, benötigt die Zusatzoption Defective Media Retention kurz DMR. Nur mit dieser Option dürfen Sie den defekten Datenträger behalten, während HPE trotzdem Ersatz liefert.

Erweiterte Service-Levels: HPE Tech Care

Die Basisgarantie deckt oft nur die Geschäftszeiten ab. Für kritische Infrastruktur bietet HPE den Service "Tech Care" in drei Stufen an, die weit über den reinen Hardwaretausch hinausgehen und auch Software-Support beinhalten.

  1. Basic bietet Support zu den üblichen Geschäftszeiten (9×5) mit einer Reaktion am nächsten Arbeitstag. Er eignet sich für unkritische Systeme, bei denen eine Ausfallzeit über Nacht tolerierbar ist.
  2. Essential: Hier erhalten Sie 24×7-Zugang zu Experten und eine Vor-Ort-Reaktionszeit von 4 Stunden für Hardware. Das ist der Standard für die meisten produktiven Server.
  3. Critical: Für hochverfügbare Systeme bietet dieser Level eine garantierte Call-to-Repair Zeit von 6 Stunden für Hardware. Zudem beinhaltet er ein spezielles Ausfallmanagement, um die schnellstmögliche Wiederherstellung des Geschäftsbetriebs zu koordinieren.

Beachten Sie bei den Reaktionszeiten die geografischen Anfahrtszonen. Die genannten Zeiten gelten in der Regel für Standorte im Umkreis von 80 bis 160 Kilometern um einen HPE-Supportstützpunkt. Bei größeren Entfernungen verlängern sich die Reaktionszeiten,.

HPE Renew: Garantie bei zertifizierter Gebrauchtware

Produkte aus dem HPE Renew Programm stellen eine Besonderheit dar. Es handelt sich um remanufactured Produkte, die denselben Qualitätsstandards wie Neuware unterliegen. Das ist relevant für die Garantie, weil diese Produkte die volle Originalgarantie erhalten und nicht wie übliche Gebrauchtware behandelt werden. Sie erkennen diese Geräte an einem „R" als Zusatz in der Produktnummer.

FAQ: häufige Fragen zur HPE Garantie

Wie finde ich heraus, ob meine HPE Hardware noch Garantie hat?

Sie geben die Seriennummer des Geräts im Werkzeug Garantieprüfung im HPE Support Center ein und erhalten sofort den Status angezeigt.

Was bedeutet CSR bei der Reparatur?

CSR steht für Customer Self Repair und bedeutet, dass HPE Ihnen das Ersatzteil zusendet und Sie den Austausch an der Hardware selbst vornehmen.

Darf ich meine defekte Festplatte aus Datenschutzgründen behalten?

Das Einbehalten defekter Datenträger ist nur gestattet, wenn Sie vorab die kostenpflichtige Option Defective Media Retention erworben haben.

Wo liegt der Unterschied zwischen Tech Care Basic und Essential?

Basic bietet Support nur zu Geschäftszeiten mit Reaktion am nächsten Tag, während Essential rund um die Uhr (24×7) mit einer 4-Stunden-Reaktionszeit verfügbar ist.

Haben generalüberholte HPE Renew Produkte eine schlechtere Garantie?

Nein, HPE Renew Produkte durchlaufen Werkstests und erhalten dieselbe Garantiezeit und denselben Leistungsumfang wie Neuware.

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HPE Hardware im Überblick

Das Sortiment von HPE umfasst eine Vielzahl von Hardwarekomponenten aus den Bereichen Server, Storage, Netzwerk und Workstation. Nachfolgend eine Übersicht:

Server-Systeme

HPE ProLiant Rack-Server (DL Serie)

  • DL20 Gen9, Gen10
  • DL60 Gen9
  • DL80 Gen9
  • DL120 G5, G6, G7, G9
  • DL140 G1, G2, G3
  • DL145 G1, G2, G3
  • DL160 G5, G6, G8, Gen9, Gen10
  • DL165 G5, G6, G7
  • DL170h G6
  • DL180 G5, G6, G9, Gen10
  • DL185 G5
  • DL320 G1–G6, G7, e Gen8 v2
  • DL325 Gen10, Gen10 Plus
  • DL360 G1–G7, e Gen8, p Gen8, Gen9, Gen10
  • DL365 G1, G5
  • DL370 G6
  • DL380 G1–G7, e Gen8, p Gen8, Gen9, Gen10, Gen10 Plus
  • DL385 G1, G2, G5, G6, G7, p Gen8, Gen10, Gen10 Plus
  • DL560 G1, G8, Gen9, Gen10
  • DL580 G1–G5, G7, G8, Gen9, Gen10
  • DL585 G1, G2, G5, G6, G7
  • DL740 G1
  • DL760 G1, G2
  • DL785 G5, G6
  • DL980 G7

HPE ProLiant Tower-Server (ML Serie)

  • ML10 v2, Gen9
  • ML30 Gen9, Gen10
  • ML110 G1–G7, Gen9, Gen10
  • ML115 G1, G5
  • ML150 G2, G3, G5, G6, Gen9
  • ML310 G1–G5, e Gen8 v2
  • ML330 G2, G3, G6
  • ML350 G2–G6, G8, Gen9, Gen10, e Gen8, p Gen8
  • ML370 G1–G6
  • ML530 G1, G2
  • ML570 G1–G4
  • ML750, ML770

HPE ProLiant MicroServer

  • MicroServer Gen7 (N36L, N40L)
  • MicroServer Gen8
  • MicroServer Gen10
  • MicroServer Gen10 Plus

HPE BladeSystem (BL Serie & Gehäuse)

  • BladeSystem c-Class Gehäuse: c3000, c7000
  • BladeSystem p-Class Gehäuse
  • BL10e
  • BL20p G1–G4
  • BL25p G1, G2
  • BL30p, BL35p, BL40p, BL60p
  • BL280c G6
  • BL420c G8
  • BL460c G1, G5–G9, Gen10
  • BL465c G1, G5–G8
  • BL480c G1
  • BL490c G6, G7
  • BL495c G5, G6
  • BL620c G7
  • BL660c
  • BL680c G5, G7
  • BL685c G1, G5–G7
  • BL860c, BL870c, BL890c (i2, i4, i6)

Converged & Edge Systeme

  • HPE Edgeline EL1000
  • HPE Edgeline EL4000
  • HPE Synergy
  • HPE Moonshot System
  • HPE Apollo System (2000, 4000, 6000)
  • HPE Cloudline Server

Mission Critical & Legacy Server

  • HPE Superdome Flex Server
  • HPE Integrity Superdome 2 (SX1000, SX2000, CB900s)
  • HPE Integrity rx1600, rx1620, rx2600, rx2620, rx2660, rx2800 (i2, i4, i6), rx3600, rx4610, rx4640, rx5670, rx6600, rx7640, rx8640, rx9610
  • HPE Integrity cx2600, cx2620
  • HP 9000 RP-Serie (rp2400er bis rp8400er Serie)
  • DEC AlphaServer (1000, 4000, DS10, DS15, DS20, DS25, ES40, ES45, ES47, ES80, GS1280)
  • Netserver (LC2000, LH3000, TC2110, etc.)

Storage-Systeme (Speicher)

Modern Storage & Cloud Native

  • HPE Alletra 5000
  • HPE Alletra 6000
  • HPE Alletra 9000
  • HPE Alletra Storage MP (Block, File, Object)
  • HPE Alletra Storage MP X10000
  • HPE GreenLake for Block Storage

Hyperconverged Infrastructure (HCI)

  • HPE SimpliVity 380 (Gen10, G, H)
  • HPE SimpliVity 325
  • HPE SimpliVity 2600

General Purpose & Entry Storage (MSA)

  • MSA 1040
  • MSA 2040, 2042
  • MSA 2050, 2052 (impliziert in Gen6 Referenz)
  • MSA 2070, 2072 (Gen7)
  • MSA P2000 G3
  • MSA 50, 60, 70, 20, 1000, 1500

Enterprise & Legacy Storage

  • HPE 3PAR StoreServ 7000, 7200, 7400, 7000c
  • HPE 3PAR StoreServ 8000, 8200, 8400
  • HPE 3PAR StoreServ 10000, 10400, 10800 (V-Class)
  • HPE 3PAR F-Class (F200, F400)
  • HPE Primera Storage
  • HPE Nimble Storage
  • HPE XP / P9000 (indirekt erwähnt durch RAID Array)
  • HPE EVA P6300, P6350, P6500, P6550
  • HPE EVA 4000, 4100, 4400, 5000, 6000, 6100, 6400, 8000, 8100, 8400
  • HPE StoreVirtual / Lefthand (4330, 4530, 4730, P4000 G2, P4300, P4500)

NAS & File Storage

  • HPE StoreEasy 1430, 1440, 1630, 3830, 5530
  • HPE X1400, X1600, X3800 Network Storage

Backup & Archivierung

  • HPE StoreOnce 2700, 2900, 3100
  • HPE StoreOnce 3520, 3540, 3620, 3640
  • HPE StoreOnce 4220, 4500, 4700, 4900
  • HPE StoreOnce 5100, 5200, 5250, 5500, 5650
  • HPE StoreOnce 6500, 6600
  • HPE StoreEver Tape Libraries (MSL2024, MSL4048, MSL8096, EML, ESL)
  • Ultrium & DLT Tape Drives (diverse Generationen)

Netzwerk (Networking)

Aruba (Tochtergesellschaft)

  • Aruba 2530 Switch Serie
  • Aruba 3800 Switch Serie
  • Aruba ClearPass

HPE ProCurve / Legacy Networking

  • ProCurve 1700, 1800, 1810
  • ProCurve 2510, 2520, 2530, 2610, 2620, 2650
  • ProCurve 2810, 2824, 2848, 2900, 2910, 2920
  • ProCurve 3500, 3800
  • ProCurve 4100, 4200
  • ProCurve 5300, 5400zl, 5500, 5820
  • ProCurve 6120XG, 6200, 6600

Workstations (Legacy)

  • Workstation B2600, C3750
  • Workstation VW4200, VW4300, VW4400, VW4600, VW6000, VW6200
  • Workstation Z800

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