ASML, der niederländische Hersteller von Lithografiemaschinen, hat starke Zahlen vorgelegt, die zeigen, dass der Boom bei KI und dem Ausbau von Rechenzentren anhält.
ASML verzeichnete ein Rekordjahr mit einem Gesamtnettoumsatz von 32,7 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro. Besonders das vierte Quartal 2025 stach hervor, weil in diesem Zeitraum Neubestellungen im Wert von rund 13,2 Milliarden Euro eingingen. Das ist mehr als eine Verdoppelung zum vorangegangenen Quartal und ein neuer Rekord für das Unternehmen. Von diesen Neubestellungen entfielen allein 7,4 Milliarden Euro auf die hochmodernen EUV-Systeme. Der Auftragsbestand wuchs zum Jahresende auf insgesamt 38,8 Milliarden Euro an.
ASML liefert die entscheidenden Werkzeuge für die Massenproduktion von Mikrochips. Der Konzern mit Hauptsitz in Veldhoven stellt komplexe Hardware, Software und Dienstleistungen bereit, mit denen Chiphersteller die feinen Strukturen integrierter Schaltkreise auf Siliziumscheiben brennen. Zum Produktportfolio gehören vor allem Lithographiesysteme, die auf Lichtquellen basieren, wie etwa die Deep Ultraviolet (DUV) Lithographie und die technologisch noch fortschrittlichere Extreme Ultraviolet (EUV) Lithographie. ASML ist der weltweit einzige Anbieter für EUV-Maschinen, die zwingend erforderlich sind, um die leistungsfähigsten Chips der neuesten Generation zu fertigen. Ergänzt wird dieses Angebot durch Systeme zur Metrologie und Inspektion sowie durch Lösungen im Bereich der rechnergestützten Lithographie, um die Präzision in der Fertigung sicherzustellen.
Die umfangreichen Investitionen der Chiphersteller lassen Rückschlüsse auf den weltweiten Ausbau von Rechenzentren zu. Weil ASML am Anfang der Lieferkette steht, dienen die Auftragsbücher des Unternehmens als Indikator für die langfristigen Erwartungen der Industrie. Wenn Technologiekonzerne ihre Rechenzentren für KI-Anwendungen erweitern, benötigen sie große Mengen an Hochleistungschips wie Grafikprozessoren (GPUs). Das treibt die Nachfrage nach den Fertigungsmaschinen von ASML an.
Der sprunghafte Anstieg der Bestellungen zeigt, dass die Chiphersteller davon ausgehen, in den kommenden Jahren enorme Kapazitäten bereitstellen zu müssen, um den Bedarf der neu entstehenden Dateninfrastruktur zu decken.
CEO Christophe Fouquet erklärte, dass viele Kunden ihre mittelfristigen Markterwartungen nach oben korrigiert hätten, was vor allem auf der Einschätzung beruhe, dass die Nachfrage im KI-Bereich nachhaltig sein werde. Die Kunden würden demnach bereits jetzt massiv investieren, um bereit zu sein, wenn die im Bau befindlichen Rechenzentren in Betrieb gehen und mit Chips bestückt werden müssen.
Für das Jahr 2026 prognostiziert ASML ein weiteres Wachstum mit einem erwarteten Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro, getrieben durch einen signifikanten Anstieg der EU-Verkäufe.
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