Google setzt zur Energieversorgung seiner Rechenzentren weiter auch auf zusätzliche Kernkraftwerke. Das zeigt die neue Partnerschaft mit Elementl.
Zur Sicherung einer zuverlässiger Energieversorgung und zur Unterstützung seiner Nachhaltigkeitsziele hat das Technologieunternehmen Google eine Partnerschaft Elementl Power angekündigt, einem Entwickler von Kernenergieprojekten. Die Zusammenarbeit zielt auf die Entwicklung von insgesamt drei neuen Anlagen zur Erzeugung von Atomstrom in den Vereinigten Staaten ab.
Jedes der geplanten Projekte soll eine Kapazität von mindestens 600 Megawatt erreichen. Google stellt Kapital für die Entwicklung dieser Projekte bereit. Darüber hinaus hat sich Google die Option gesichert, Strom aus den Anlagen kommerziell abzunehmen, sobald diese in Betrieb gehen. Der Deal mit Google umfasst eine Gesamtkapazität von 1,8 Gigawatt. Für Elementl Power ist diese Vereinbarung ein Schritt hin zu seinem langfristigen Ziel, mehr als 10 Gigawatt Leistung aus Kernkraft auf dem US-Markt zu errichten.
Google betont, dass es sich verpflichtet fühlt, Vorhaben zu fördern, die die Stromnetze in seinen Betriebsregionen stärken. "Fortschrittliche Nukleartechnologie" wird dabei als eine Quelle für verlässliche Grundlast angesehen, die rund um die Uhr verfügbar ist. Damit sollen die Stabilität der Netze erhöht und die Integration volatilerer erneuerbarer Energiequellen erleichtert werden.

Chris Colbert, Vorsitzender und CEO von Elementl Power, hob die Notwendigkeit innovativer Partnerschaften wie dieser hervor, um das Kapital zu mobilisieren, das für den Bau neuer Kernkraftwerke erforderlich ist. Er betonte, dass diese Projekte entscheidend seien, um sichere, erschwingliche und saubere Grundlaststromversorgung bereitzustellen und Unternehmen bei der Erreichung ihrer langfristigen Netto-Null-Ziele zu unterstützen.
Welche Technologie genau Elementl Power in diesen Nuklearprojekten einsetzen wird, ist unklar. So ist auch nicht bekannt, ob es sich um Small Modular Reactors (SMR) der Generation IV oder ein anderes Design handelt.
Unklar, ob SMRs genutzt werden sollen
Da viele SMRs eine Kapazität von 300 MW oder weniger haben, könnte es zum Erreichen der angestrebten 600 MW pro Standort notwendig sien, dass mehrere Reaktoren an einem Standort gebündelt werden. Die Partner planen, eng mit etablierten Energieversorgern und regulierten Partnern zusammenzuarbeiten, um die Projekte voranzutreiben.
Die Vereinbarung mit Elementl Power ist Googles zweite bedeutende Kooperation mit einem Entwickler einer neuen Generation Kernreaktoren. Bereits im vergangenen Jahr hatte Google eine ähnliche Vereinbarung mit Kairos Power getroffen, um 500 Megawatt Strom aus deren Reaktoren abzunehmen, deren Einsatz zwischen 2030 und 2035 erwartet wird.
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Kernkraft wird zunehmend von Tech-Unternehmen nachgefragt
Insgesamt signalisiert Googles Engagement in der Kernkraft einen Trend im Technologiesektor, den wachsenden Energiebedarf, der unter anderem durch Fortschritte in der KI entsteht, durch zuverlässige, kohlenstofffreie Quellen zu decken und gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung und Stärkung der US-Energieinfrastruktur zu leisten.
Inwieweit Kernkraft tatsächlich klimaneutral oder zumindest klimafreundlich ist, ist allerdings mehr als zweifelhaft. Alleine die Kosten für die Entwicklung einer neuen Anlage und die Entsorgung des Atommülls sind sehr aufwändig und werfen nach wie vor ungeklärte Fragen auf.
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