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  • Glaswand mit Fujitsu Schriftzug

Fujitsu startet neue Plattform für autonome und souveräne generative KI im Unternehmen

Von |2026-02-02T09:16:32+00:002.2.2026|

Fujitsu hat einen neue KI-Plattform entwickelt, die Unternehmen autonom verwenden können. Die Plattform soll die Entwicklung, den Betrieb und das inkrementelle Lernen von KI-Modellen optimieren und wird schrittweise in Japan und Europa eingeführt. Damit reagiert Fujitsu nach eigenen Angaben auf den steigenden Bedarf an sicheren und souveränen KI-Lösungen, die tief in die internen Abläufe von Firmen integriert werden können.

Datensouveränität und dedizierte Infrastruktur

Ein Schwerpunkt der neuen Lösung liegt auf Datensicherheit und Souveränität. Unternehmen stehen oft vor der Herausforderung, dass sie generative KI nutzen möchten, dabei aber strenge Anforderungen an den Schutz vertraulicher Daten erfüllen müssen. Die neue Plattform von Fujitsu begegnet diesem Problem, indem sie eine dedizierte, geschlossene Umgebung bereitstellt, die verhindert, dass Daten nach außen dringen.

Diese Infrastruktur kann flexibel eingesetzt werden: Kunden haben die Wahl, die Plattform entweder in ihren eigenen Rechenzentren (On-Premise) oder in den Rechenzentren von Fujitsu zu installieren. Technisch basiert das Angebot unter anderem auf der Private AI Platform on PRIMERGY sowie auf Private GPT, womit Fujitsu ein Paket schnürt, das auch ohne umfangreiches Spezialwissen schnell implementiert werden kann. Das senkt die Hürden für die Einführung erheblich, weil Probleme wie Personalmangel bei KI-Fachkräften oder komplexe Betriebsmanagement-Aufgaben durch die Paketlösung abgefedert werden.

Das Takane-Modell und Effizienzsteigerung

Das Herzstück der generativen Fähigkeiten bildet das LLM „Takane", das Fujitsu gemeinsam mit Cohere Inc. entwickelt hat. Das Modell zeichnet sich durch eine hohe Präzision in der japanischen Sprache sowie durch Fähigkeiten zur Bildanalyse aus. Um den Ressourcenverbrauch in Unternehmen zu minimieren, setzt Fujitsu auf Technologien zur Verschlankung der Modelle. Damit kann der Speicherverbrauch um bis zu 94 Prozent gesenkt werden. Zusätzlich integriert die Plattform Quantisierungstechnologien, welche die Betriebskosten weiter senken und gleichzeitig die Leistung verbessern.

Neue KI-Plattform von Fujitsu für Unternehmen: Aufbau

Umfassende Sicherheitsmechanismen für den Unternehmenseinsatz

Für den sicheren Betrieb in Unternehmen hat Fujitsu verschiedene Vorkehrungen getroffen. Die Plattform verfügt über einen Scanner für potenzielle Schwachstellen, der über 7.700 verschiedene Typen identifizieren kann. Ergänzt wird das durch Guardrail-Technologien, die bösartige Angriffe wie Prompt Injections, unangemessene Ausgaben oder unerwartetes Verhalten sowohl vor der Ausführung als auch während der Laufzeit erkennen und unterdrücken.

Ein besonderer Vorteil für Unternehmen ohne tiefe KI-Expertise ist die automatisierte Erzeugung von Regeln für erkannte Schwachstellen. Das ermöglicht einen stabilen und sicheren KI-Betrieb auch für Nicht-Spezialisten. Fujitsu plant zudem, Technologien zur Verhinderung von Halluzinationen weiter zu stärken, um die Verlässlichkeit der generierten Informationen noch weiter zu erhöhen.

Anwendungsfälle und Vorteile durch KI-Agenten

Die Plattform ist nicht nur auf reine Textgenerierung ausgelegt, sondern fördert aktiv den Einsatz von KI-Agenten zur Lösung komplexer geschäftlicher Aufgaben. Durch ein Low-Code/No-Code-Framework können Teams vor Ort schnell und effizient eigene KI-Agenten entwickeln, ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse zu benötigen.

Ein konkreter Anwendungsfall ist die nahtlose Integration in bestehende Unternehmenssysteme. Die Plattform unterstützt das Protokoll MCP, was die Kommunikation zwischen verschiedenen Agenten und die Anbindung an existierende Datenquellen ermöglicht. Dadurch können Unternehmen anspruchsvolle Applikationen realisieren, in denen mehrere KI-Agenten kooperativ zusammenarbeiten, um beispielsweise Geschäftsprozesse autonom zu steuern oder spezifische Analysen durchzuführen. Fujitsu plant zudem, eigene proprietäre Technologien als containerisierte KI-Agenten on Demand anzubieten.

Verfügbarkeit und Ausblick

Interessierte Unternehmen können sich ab dem 2. Februar 2026 für vorläufige Tests registrieren, bei denen Funktionen wie das interne Fine-Tuning und die Modell-Quantisierung erprobt werden können. Die offizielle Markteinführung der kompletten Plattform ist für Juli 2026 geplant. Fujitsu beabsichtigt, den Einsatz der Plattform künftig auf alle KI-Skalenebenen auszuweiten, von großer Unternehmens-KI bis hin zu Edge- und physischer KI, um so die digitale Transformation über alle Branchen hinweg voranzutreiben.

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Über den Autor:

Christian Kunz ist ein bekannter Experte für SEO, Suchmaschinen und die Optimierung für LLMs. Er war außerdem Koordinator für die IT eines Unternehmensbereichs in einem deutschen Internet-Konzern sowie IT-Projektmanager. LinkedIn-Profil von Christian: Christian Kunz
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